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Glasfaser für 600 Romröder Haushalte

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Der Glasfaser-Ausbau in Romrod ist angelaufen: Allein in der Kernstadt werden zwei Kilometer Glasfaserkabel verlegt, um 600 Häuser ans schnelle Netz anzuklemmen.

Das Büro an den heimischen Schreibtisch verlegen, Surfen und Fernsehen zur selben Zeit werden damit ab November möglich. Auch das Streamen von Musik und Videos oder Speichern in der Cloud wird bequemer. Zum Baubeginn trafen sich nun Vertreter der Telekom mit Landrat Manfred Görig und Bürgermeisterin Birgit Richtberg.

Dabei wurde deutlich, dass die Telekom die nächsten Ausbauschritte noch plant. Wann die ausstehenden Gemeinden angeschlossen werden, das ist noch nicht festgelegt, wie Regio-Manager Fuat Dalar erläuterte. Wann etwa Mücke, Gemünden oder Ulrichstein an die Glasfaserleitungen angeschlossen werden, das hängt unter anderem von Faktoren wie etwa der Zahl der verlegten Leerrohre ab oder der Verfügbarkeit von Ausbaumaterial. Sicher ist nur, dass bis 2019 alle Vogelsberg-Kommunen angeschlossen sind, zumindest zum Großteil, heißt es.

Denn die Telekom baut stets einen Vorwahlbereich aus, so startete man im März in Alsfeld (6631), nun ist Romrod (6636) an der Reihe. Für den Ausbau in der Kernstadt sprach, dass dort bereits viele Leerrohre liegen, die man für die Glasfaserkabel nutzen kann, wie Dalar erläuterte.

Parallel zu Alsfeld und Romrod baut der Telekommunikationsriese in Schlitz und Lauterbach. Alsfeld soll im September soweit sein, dann werden die Kernstadt und einige, aber nicht alle, Ortsteile angeschlossen sein. In Romrod wird der größte Teil der Kernstadt bis November am schnellen Internet angeschlossen sein, die Häuser rund um die Vermittlungsstelle aber erst im Januar. Dann können die Kunden "Turbo-Geschwindigkeiten" nutzen. Bis zu 100 Megabit pro Sekunde (MBit/s) beim Herunterladen von Dateien und bis zu 40 MBit/s beim Hochladen werden zugesichert. Dalar kündigte an, dass die nächste Technologie, das Super-Vectoring, bereits die Versuchsphase überstanden hat, damit sind dann 250 MBit/s möglich. Landrat Görig fügte an, es sei wichtig, alle Orte im Vogelsberg anzuschließen – "bis 2019 haben wir es". Die Telekom hat nun mit vier Orten angefangen, die Planungen für die weiteren Arbeiten laufen. Es sei ein erheblicher Aufwand, solche Verkabelungsarbeiten vorzubereiten, dabei geht es auch um die Kapazitäten von Baufirmen. Auch die Verkehrssicherung muss geplant werden. Aber es sei ein wichtiges Thema für den Vogelsberg, um die wirtschaftliche Entwicklung voranzubringen. Gut, dass der Ausbau so zügig voranschreitet," sagt Bürgermeisterin Birgit Richtberg.

"Unsere Bürger können es kaum erwarten". Viele Menschen würden gerne von zu Hause aus arbeiten. Das verbessere die Vereinbarkeit von Beruf und Familie und sorge dafür, "dass der ländliche Raum nicht leer wird". Dafür braucht es schnelle Datenleitungen.

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