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Gewerbe-Grünabfall wird teurer

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Von: Joachim Legatis

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Voigelsbergkreis (jol). Die Zeiten sind schon lange vorbei, als man noch hoffte, mit Grünabfall Geld verdienen zu können. Denn die Kalkulation geht nicht auf, wonach die Abfallwirtschaft des Vogelsbergkreises durch den Verkauf von hochwertigem Kompost Überschüsse erzielt. Das spiegelt sich in einem deutlichen Defizit des Zweckverbands Abfallwirtschaft ZAV in diesem Bereich wider.

Es entsteht durch den Betrieb der kommunalen Sammelstellen und Kompostplätzen für gemähtes Gras und Heckenschnitt aus privaten Haushalten. Bereits sei 2020 müssen gewerbliche Anlieferer wie zum Beispiel Gartenbaubetriebe für Grünabfälle zahlen. Diese Gebühr soll nun von zehn auf 13,51 Euro pro Kubikmeter Grünschnits steigen. Das billigte der Haupatausschuss des ZAV in seiner jüngsten Sitzung. Den endgültigen Beschluss trifft die ZAV-Versammlung.

Mit dieser Anhebung werden lediglich die steigenden Kosten im Bereich Grünabfall abgedeckt, Anlieferungen von Privatleuten sind nicht betroffen. Es ist auch nicht vorgesehen, solche Gebühren einzuführen, wie Vorsteher Dieter Boß in der Sitzung des Ausschusses erläuterte.

Aktuell geht es darum, dass die Firma Fiorit als Betreiber der Grünabfallanlagen »eine Anpassung ihrer Leistungen« vorgenommen hat. Im November 2020 war die Gebühr auf zehn Euro pro Kubikmeter Grünabfall festgelegt worden. Aufgrund gestiegener Kosten hat die Firma Fiorit den Betrag angehoben, der dem ZAV in Rechnung gestellt wird. Seit dem 1. Juli sind 11 Euro pro Kubikmeter zu zahlen, zum Januar 2022 steigt der Betrag auf 12 Euro/cbm an, Die Mehrwertsteuer ist mitgerechnet.

Dazu kommt ein Verwaltungsaufschlag für Briefversand und Rechnungsstellung in Höhe von einem Euro. Bei einer Gesamtmenge von knapp 1150 Kubikmetern gewerblichen Grünabfällen kommt die Verwaltung auf einen Betrag von 13,51 Euro pro Kubikmeter.

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