Der umgebaute Gerätewagen mit (v. l.) Philipp Hacke, Andreas Wahl und Manuel Stein. FOTO: HSO
+
Der umgebaute Gerätewagen mit (v. l.) Philipp Hacke, Andreas Wahl und Manuel Stein. FOTO: HSO

Gerätewagen runderneuert

  • vonHerbert Schott
    schließen

Feldatal-Groß-Felda(hso). Andere mustern aus, die Feuerwehr Groß-Felda möbelt auf. So lässt sich der Werdegang des neuen und alten Gerätewagens charakterisieren. Denn das Fahrzeug war bereits vor 15 Jahren beschafft worden und war nun in die Jahre gekommen.

"Im März haben wir uns zu einer letzten Übung im Feuerwehrgerätehaus in Groß-Felda getroffen", erinnert sich Wehrführer Christian Schneider. "Damals haben wir uns mit den neuen Unfallverhütungsvorschriften befasst", und dann war durch Corona, wodurch alles anders wurde, zunächst einmal Schluss. Nun wurden die Bestimmungen nach und nach geändert beziehungsweise gelockert, und so war es nun endlich an der Zeit, wieder einmal zu einer Übung der freiwilligen Feuerwehr einzuladen.

Mit maximal zehn Personen (so die Vorschriften) traf man sich am Feuerwehrgerätehaus, um mit dem Einsatzwagen und dem neu in Dienst gestellten Gerätewagen auf dem Schulhof der Grundschule eine kleine Übung abzuhalten. Inhalt der Übung waren die Vorstellung mit entsprechender Einweisung in das neue Fahrzeug sowie Funk- und Leiterübungen. Philipp Hacke, einer der Aktiven, der neben Manuel Stein und Andreas Wahl maßgeblich an dem Neuaufbau des Gerätewagens beteiligt war, erläuterte die Geschichte des Fahrzeuges.

Wagen 2005 gekauft

Bereits am 21. Mai 2005 wurde der Wagen aus Mitteln des Feuerwehrvereins Groß-Felda beschafft und auf die Gemeinde Feldatal zugelassen. Damals hatte das Fahrzeug einen alten Schlauchwagen ersetzt, und nun fanden die Schläuche und das erforderliche Gerät dazu auf dem neuen, mit einer Plane versehenen Pritschenwagen Platz. Weil die Plane und auch das Fahrzeug selbst sehr stark in die Jahre gekommen waren, hat man sich überlegt, das Fahrzeug zu verkaufen. Dann kam jedoch die spontane Idee, es so umzubauen, dass man es sinnvoll im Feuerwehrbetrieb nutzen kann, erläuterte Hacke.

So habe man sich im Frühjahr 2018 dazu entschlossen, das Fahrzeug zu erhalten und entsprechend umzubauen. Es wurde geplant, diskutiert, und was nun dabei herauskam, kann sich wirklich sehen lassen. Das Fahrzeug kann von einer Staffel (sechs Personen) besetzt und auch mit dem normalen Führerschein von jedem Feuerwehrmann gefahren werden. Mit diesem nun zusätzlich in den Dienst gestellten Gerätewagen ist man besonders bei kleineren Einsätzen flexibler und auch schneller zur Erstbekämpfung am Einsatzort.

Philipp Hacke, Manuel Stein und Andreas Wahl waren bei diesem Umbau federführend, wurden aber auch immer wieder von weiteren Feuerwehrkameraden unterstützt. Rund 200 Arbeitsstunden waren für den Umbau nötig, und den drei Tüftlern fällt immer wieder noch etwas auf, was verbessert werden kann.

Wichtig aber auch zu wissen: Das Fahrzeug wurde komplett in Eigenleistung umgebaut und die erforderlichen Kosten aus Vereinsmitteln bestritten. Unter dem Strich ist es ein großartiges Projekt der Feuerwehrmänner und -frauen aus Groß-Felda zum Gemeinwohl der Gemeinde.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare