Verkehr soll langsamer rollen

  • Rolf Schwickert
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Gemünden (rs). Neben den für eine konstituierende Sitzung anstehenden Regularien wies die Tagesordnung der Gemeindevertretersitzung am Donnerstagabend in der Mehrzweckhalle bereits Anträge von Fraktionen auf.

Zum UBL-Antrag, ein Geschwindigkeitsanzeigegerät anzuschaffen, gegebenenfalls auch interkommunal, begründete Klaus-Dieter Jensen, man könne aus den Daten so einer Anlage die Verkehrsmenge und das Fahrverhalten auslesen. Zudem lasse sich so ein Gerät an verschiedenen Orten installieren, man könne es auch mit anderen Kommunen teilen. Tobias Reitz stimmte für die UBL zu und wollte die interkommunale Zusammenarbeit als Verpflichtung einbauen. Er betonte, das sei ein sehr guter Antrag von einer anderen Fraktion. Lukas Becker begrüßte den Antrag für die SPD. Wenn man feststelle, dass an Örtlichkeiten zu schnell gefahren werde, habe man einen Grundlage für den Einsatz eines Radargerätes. Dem Antrag wurde einstimmig statt gegeben.

Eine Tempo-30-Zone wird mehr und mehr bei Straßen angewandt, die nicht Ortsdurchfahrten sind. Vor diesem Hintergrund beantragte die UBL, die Straßen Hohe Straße, Am Schafgarten sowie Hof-Sorge-Straße als eine solche Zone zusammenzufassen. Klaus-Dieter Jensen berichtete, in der Hohen Straße sei sehr viel Verkehr, dort seien Häuser von Nebengebäuden durch die Straße getrennt. Viel Verkehr gebe es auch Am Schafgarten wegen des Dorfgemeinschaftshauses. Die Forderung der Anwohner sei nachvollziehbar, äußerte für die BGG Tobias Reitz und wies darauf hin, dass der Ortsbeirat einzubeziehen sei.

Bürgermeister Lothar Bott erinnerte daran, dass bei Verkehrsschauen von der Polizei die Tempo-30-Zone im Neubaugebiet immer wieder kritisiert worden sei, weil dort ja Rechts vor Links herrsche. Bott regte an, mit dem Geschwindigkeitsanzeigegerät sollte man erst mal feststellen, wie viel Verkehr dort sei, und wie schnell gefahren werde. Lukas Becker (SPD) sah ein Erfordernis zur Anhörung des Ortsbeirates als nicht zwingend an, denn der Wunsch komme aus der Bevölkerung und habe für diese auch keine Nachteile. Der ursprüngliche Antrag wurde bei zwei Enthaltungen aus der BGG angenommen.

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