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Im Hinblick auf Zukunftsperspektiven wurde auch über einen beruflichen Wiedereinstieg oder Ausbildungswünsche und -möglichkeiten gesprochen. (Foto: eva)

Stimmung im Begegnungscafé herzlich

Gemünden (eva). Ein fröhliches und unbeschwertes Miteinander erlebten die Besucher beim Begegnungscafé, zu dem die Gemündener Flüchtlingsinitiative am Mittwoch eingeladen hatte.

Während die beiden ersten Treffen im November und Dezember im evangelischen Gemeindehaus in Nieder-Gemünden stattfanden, wurde dieses Mal das Burg-Gemündener Dorfgemeinschaftshaus als Begegnungsort ausgewählt. Erneut bestand damit die Gelegenheit, mit den ausländischen Gästen in Kontakt zu kommen und sich näher kennen zu lernen.

Während man bei den ersten Treffen noch etwas verhalten aufeinander zuging, verlief das nun schon dritte Begegnungscafé von beiden Seiten her schon wesentlich unbefangener, hatte man sich inzwischen doch schon näher kennengelernt. Bei einem gemeinsamen Imbiss wurde viel erzählt und gelacht, denn die meist jungen Gäste und Familien mit Kindern sind offen und freundlich - man unterhält sich sehr gerne. Schon gewonnene Deutschkenntnisse wurden angewandt, und wenn dies gelang, waren die Flüchtlinge verständlicherweise stolz darüber. Oft musste allerdings nach wie vor die Zeichensprache herhalten, es wurde mit den Händen gestikuliert, wenn es möglich war in Englisch kommuniziert, oder die Kinder konnten häufig schon weiterhelfen, indem sie übersetzten. Ein weiteres willkommenes und erfolgreiches Kommunikationsmittel waren die Gesellschaftsspiele, die in Gruppen an den einzelnen Tischen gespielt wurden, wobei gerade bei den jungen Männern das Schachspiel ganz besonders trumpfte.

Mehr Kinder erwünscht

Anhand einer an der Wand angebrachten Weltkarte zeigten viele der Flüchtlinge, wo ihre Heimat ist, und sie schilderten, auf welchem Weg sie nach Deutschland gekommen sind. Im Hinblick auf Zukunftsperspektiven wurde auch über einen erhofften beruflichen Wiedereinstieg oder Ausbildungswünsche und -möglichkeiten gesprochen.

Die Stimmung war überaus entspannt und freundlich und der Kontakt zu Besuchern sowie den Aktiven des Helferkreises ausgesprochen herzlich. Das Begegnungscafé ist ein lohnendes Angebot, um eventuelle Berührungsängste abzubauen und Informationen auszutauschen. Im Gespräch verlieren Vorurteile an Bedeutung, und neue Bekanntschaften, oder gar Freundschaften, können sich daraus ergeben.

Die Treffen werden generell von den Flüchtlingen gut angenommen, und auch vonseiten des Organisationsteams wird nur Positives berichtet. Neben den Erwachsenen haben vor allem auch die Kinder sichtlichen Spaß beim gemeinsamen Spielen und würden sich gewiss über weitere deutsche Spielkameraden im ähnlichen Alter beim nächsten Begegnungscafé freuen.

Es hat sich bei den Treffen bewährt, dass, wer möchte und kann, eine Kleinigkeit zum Essen, Knabbern, oder auch Getränke mitbringt, und schnell ist der Veranstaltungsort anschließend mit gemeinschaftlicher Hilfe wieder aufgeräumt.

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