Spaß mit Dreigestirn, Ludolfs und vorlautem Geldautomat

Gemünden-Ehringshausen (rha). Zwei Abende volles Haus für den Riesenspaß mit dem Dreigestirn: Mit einem tollen Programm zeigten die Ehringshäuser Narren, wie man in Gemünden feiert.

Gemünden-Ehringshausen (rha). "Noch lange nir genoch" hatten die Ehringshäuser Narren beim Faschingstreiben. Kein Wunder, dass das Sportheim bei beiden Faschingssitzungen am Freitag und am Samstag vollbesetzt war und die vielseitigen Programmpunkte das Publikum mehr als einmal dazu bewegten, lauthals nach einer Zugabe zu fordern. Musik, Tanz, Büttenreden und viel karnevalistischer Frohsinn prägten bei der zweiten Faschingssitzung den Abend, der von Vera Mohr und Tobias Tomaschewski moderiert wurde.

Das Kinderdreigestirn mit Prinz Florian Harres, Bauer Marvin Schäfer und Jungfrau Angelique König eröffnete den Abend. Die Garde "Sweet Girls" unter Leitung von Tina Beckmanns begeisterte und Cilli Bräuer rief mit ihrer Büttenrede trotz aller Alltagssorgen zu guter Laune auf. Für gute Stimmung sorgten die "Fruchtzwerge" in ihren bunten Joghurtbecher-Kostümen. Aufgrund ihrer hervorragenden Tanzleistung werden die Jungen bereits als Nachwuchs für das Männerballett gehandelt.

Frank Bräuer überbrachte die Nachrichten aus Ehringshausen, wobei er die Ereignisse des Vojahres humorvoll schilderte. Vom Älterwerden handelte Simone Harres" Büttenrede, bei der kein Auge trocken blieb. Ein weiterer tänzerischer Höhepunkt war der Showtanz der "Konfettis", die als Affen verkleidet über die Tanzfläche wirbelten. Der großartige "Affentanz" wurde mit der ersten Rakete des Abends belohnt, die unter der Anleitung von Tobias Tomaschewski gezündet wurde.

Bernd Schäfer und Trudi Seipp demonstrierten die Unterschiede von Mann und Frau beim Geld abheben. Als Anschauungsobjekt diente ihnen der neue Geldautomat des Dorfes, eine sprechende Schildkröte (Sebastian Hausmann). Zur besonderen Freude des Publikums prophezeite der interaktive Automat nicht nur den Zwangsabstieg des 1. FC Köln, sondern verwies auch auf die geringen Kontenstände der Nieder-Gemündener.

Die Gäste aus dem Nachbardorf waren nicht nachtragend und amüsierten sich weiterhin prächtig. Bereits am Freitag hatte es zahlreiche Besucher nach Ehringshausen gezogen, darunter Narren aus Groß-Felda, Homberg, Kirtorf, Leusel und Alach in Thüringen. Bei der ersten Faschingssitzung waren zudem Tänzer aus Angenrod aufgetreten.

Dass ein Besuch des Narrentreibens immer wieder lohnt, zeigte auch in der zweiten Programmhälfte, die an Stimmung nicht mehr zu überbieten war. Eröffnet wurde diese von der Tanz- und Ehrengarde sowie dem Dreigestirn mit Prinz Ingo Schmitt, Bauer Werner Schmelz und Jungfrau Diane Beckmanns. Daraufhin bewies die Tanzgarde ihr Können und erhielt lauten Beifall. Ein besonderes Highlight war der Auftritt Sören Rupperts, bei dessen sängerischem Rundgang durch Ehringshausen es niemanden mehr auf den Plätzen hielt. Als lauthals nach einer Zugabe gefordert wurde, stimmte der Sänger "In Ehringshausen ist heute Karneval" an. Da standen alle und sangen aus voller Kehle mit.

Als "Comeback des Jahres" wurde das Männerballett angekündigt. Rene Kömpf, Jan Schäfer, Sebastian Hausmann, Alexander Musch, Manuel Beckmanns, Robin Eckstein, Ditmar Seipp und Tobias Tomaschewski versetzten besonders das weibliche Publikum in Begeisterungsstürme. Für die Choreographie zeichnete sich Anne Ruppert verantwortlich. Die Tänzer kamen nicht ohne Zugabe von der Bühne.

Die Hitparade moderierten die als Radio verkleidete Anastasia Bräuer und Anne Ruppert. Als Live-Auftritte konnte man auf den ersten vier Plätzen die Ludolfs (aus der Fernsehserie), die Amigos, Andreas Gabalier und Jürgen Drews begrüßen. Die täuschend echten Doubles brachten die Menge zum Grölen.

Zum zweiten Mal an diesem Abend hatte man Besuch aus dem Dschungel. Nach den Affen stürmten die "Schippenstiels" die Bühne, die im Verlauf des Auftritts immer mehr Kleidungsstücke verloren. Das große Finale war der Showtanz der Ehren- und Tanzgarde. Mit einer lauten Rakete belohnte das Publikum die gelungene Darbietung, die allein schon deswegen bemerkenswert war, weil zum ersten Mal beide Garden auf der kleinen Tanzfläche gemeinsam auftraten. Nach der Zugabe feierte man lange, hatte ja "nir genoch".

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