Silberne Brandschutzehrenzeichen für Thorsten Erb

Gemünden-Nieder-Gemünden (eva). Jubiläumsfeierlichkeiten und ein großer Festzug anlässlich des 80-jährigen Bestehens, die Ausrichtung des Gemeindefeuerwehrtages der Gemeinde Gemünden, zahlreiche Übungen, aber auch mehr als doppelt so viele Einsätze als im Jahr zuvor, prägten die Aktivitäten der Freiwilligen Feuerwehr im Jahr 2010.

Gemünden-Nieder-Gemünden (eva). Jubiläumsfeierlichkeiten und ein großer Festzug anlässlich des 80-jährigen Bestehens, die Ausrichtung des Gemeindefeuerwehrtages der Gemeinde Gemünden, zahlreiche Übungen, aber auch mehr als doppelt so viele Einsätze als im Jahr zuvor, prägten die Aktivitäten der Freiwilligen Feuerwehr im Jahr 2010. Insgesamt musste die Wehr zu 14 Brandeinsätzen oder technischen Hilfeleistungen im Gemeindegebiet ausrücken, berichtete Wehrführer Jochen Schnell-Kretschmer in der Jahreshauptversammlung im Feuerwehr-Gerätehaus, zu der Vorsitzender Norbert Fischer neben den Mitgliedern auch Bürgermeister Lothar Bott begrüßen konnte.

Der Freiwilligen Feuerwehr gehören 172 Mitglieder an, die sich aus 31 Aktiven, 110 Vereins-, neun Jugendfeuerwehrmitgliedern und 22 Mitgliedern der Alters- und Ehrenabteilung zusammensetzten. In seinem Jahresbericht informierte Norbert Fischer über die Aktivitäten des Vereins.

Neben der Veranstaltung des Gemeindefeuerwehrtages mit Großübung aller Gemündener Wehren, dem großen Festzug zum 80-jährigen Geburtstag im Juli, war die Feuerwehr zuvor im Juni auch schon Ausrichter eines Jugendfeuerwehrwettkampfes, bei dem im Rahmen des Gemeindeentscheides auch die beste Gemündener Jugendfeuerwehrmannschaft ermittelt wurde.

Die Feuerwehr nahm am Stadtfeuerwehrtag in Ober-Ofleiden, am Bezirksfeuerwehrfest in Zell sowie am Feuerwehrfest in Stumpertenrod teil und war mit einer Abordnung zur Feier anlässlich des 90-jährigen Bestehens des TSV Burg-Nieder-Gemünden vertreten. Im Rahmen der Gemündener Ferienspiele hatte die Wehr im August gemeinsam mit dem "Club Alte Kameraden" einen Spielnachmittag organisiert und im September wieder erfolgreich zum traditionellen Backhausfest eingeladen.

Darüber hinaus wurde am Gottesdienst und der Gedenkfeier zum Volkstrauertag teilgenommen und zum Gedenken an die Opfer der beiden Weltkriege am Ehrenmal ein Kranz niedergelegt. Im Rahmen einer Baumaßnahme hatten Feuerwehrmitglieder in Eigenleistung das Dach am Reisigschuppen beim Backhaus renoviert und sowohl am Schuppen als auch am Backhaus Dachrinnen angebracht, die aus Vereinsmitteln finanziert worden waren. Wie Fischer weiter mitteilte, war Ende November die Kirchenbeleuchtung zur Adventszeit von den Feuerwehrmitgliedern Heinrich Schüßler, Rainer Schojan, Patrick Schön, Jochen Schnell-Kretschmer und Bernd-Rainer Michel, sowohl angebracht wurde, als auch über die gesamte Advents- und Weihnachtszeit betreut worden.

Auch die Ehren- und Altersabteilung der Feuerwehr war wieder sehr aktiv im vergangenen Jahr. So hatten 14 Personen an einer Betriebsbesichtigung der Firma Hürner-Schweißtechnik in Atzenhain teilgenommen, das Sommerfest in Ermenrod war besucht und im Rahmen eines Ausfluges in den Thüringer Wald ein Bergwerk besichtigt worden.

Wehrführer Schnell-Kretschmer informierte, dass im vergangenen Jahr 16 Wehrübungen mit einem Zeitaufwand von 240 Stunden durchgeführt wurden, die sich in standortbezogene Übungen, sowie auch gemeinsame Zugübungen mit der Feuerwehr Burg-Gemünden, sowie Großübungen und einer Nachtübung aufgliederten. Darüber hinaus waren auch technische Dienste an Geräten und Gebäuden, sowie Brandschutzsicherheitsdienste in der Mehrzweckhalle ausgeführt worden. Für Brandeinsätze und technische Hilfeleistungen waren die Nieder-Gemündener Wehrleute 154 Stunden im Einsatz. So unter anderem nach einer Gasexplosion in Burg-Gemünden, nach gewaltigen Frühjahrs- und Herbststürmen, bei denen erstmals das Unwettermodul des Vogelsbergkreises ausgelöst wurde, es galt einen Flächenbrand am Bahndamm in Nieder-Gemünden, einen Wohnhausbrand in Hainbach, sowie ein Feuer an einem Bauwagen in Nieder-Gemünden und an einem Holzstapelbrand in Burg-Gemünden zu bekämpfen, und die Wehrleute leisteten im Rahmen der Hochwasserbekämpfung und nach Verkehrsunfällen technische Hilfe.

Des Weiteren hatten sich Mitglieder der Einsatzabteilung, in der Atemschutzübungsanlage des Vogelsbergkreises in Alsfeld einem Aus- dauertest unterzogen, und die Einsatzabtei- lung absolvierte einen Unterrichtsabend zum Thema "Unfallverhütungsvorschriften". Mit Erfolg nahmen Daniel Schlosser und Sven Paulokat am Grundlehrgang und René Michel und Daniel Schlosser an einem Maschinistenlehrgang teil.

Gemeindejugendfeuerwehrwart Patrick Schön berichtete, dass die Jugendfeuerwehr derzeit aus neun Mitliedern bestehe und in Kooperation mit der Jugendfeuerwehr Burg-Gemünden im abgelaufenen Jahr 54 Stunden für Übungen stattfanden, sowie 145 Stunden feuerwehrtechnische Ausbildung und 45 Stunden allgemeine Jugendarbeit geleistet wurden. Patrick Schön informierte die Versammlung über die Teilnahme der Jugendfeuerwehr an Wettkämpfen, über erfolgreiche Übungen und die Freizeitgestaltungen, deren Höhepunkt auch im vergangenen Jahr wieder das schon traditionelle Zelten auf dem Nikolausberg gewesen war.

Rechner Reiner Sommer informierte im Rahmen des Rechenschaftsberichtes über den aktuellen Kassenstand sowie über Ein- und Ausgaben des vergangenen Jahres. Frank Schmitt und Günter Stroh hatten die Kasse geprüft und bescheinigten eine einwandfreie Buchführung, worauf dem Vorstand auf Antrag einstimmig Entlastung erteilt wurde. Zu neuen Kassenprüfern wurden Andreas Schmitt und Stefan Kirchner gewählt.

Im weiteren Verlauf der Versammlung wurde an Thorsten Erb das silberne Brandschutzehrenzeichen verliehen, Sven Paulokat und Daniel Schlosser zu Feuerwehrmännern und René Michel zum Hauptfeuerwehrmann befördert, sowie Björn Stroh per Handschlag von Wehrführer Jochen Schnell-Kretschmer in der Einsatzabteilung begrüßt.

Wie auch schon in den vergangenen Jahren, war der Erweitungsbau des Nieder-Gemündener Feuerwehr-Gerätehauses ein weiteres Thema der Jahreshauptversammlung. Bürgermeister Lothar Bott informierte, dass der neueste Entwurf zur notwendigen Umgestaltung und Erweiterung des Feuerwehrdomizils, dessen oberes Stockwerk auch gleichermaßen als Dorfgemeinschaftszentrum genutzt wird, nunmehr an den Bauausschuss weitergegeben worden sei. Er hoffe, dass die Planung noch vor der Kommunalwahl vollendet sein werde.

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