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Die offizielle Urkunde zum Amtsjubiläum überreichte Karl-Christian Schelzke (re) vom Städte- und Gemeindebund.

Schalke-Schal und Wissenstest für Lothar Bott

Gemünden (ks). Da hieß es für den bekennenden Bayernfan tapfer sein: Geburtstagkind Lothar Bott musste sich im Rahmen seiner Feier am Freitag auch einen Schal von Schalke umhängen lassen. Er nahm’s mit Humor – den bescheinigten ihm auch viele Redner im Dorfgemeinschaftshaus Burg-Gemünden.

Dort feierte der Bürgermeister nicht nur 50. Geburtstag, sondern auch zehnjähriges Amtsjubiläum. Bott hatte seinerzeit mit den "Gemündener Verhältnissen" aufgeräumt und wieder Ruhe in die Gemeinde gebracht, wurde erinnert. Zahlreiche Gäste – darunter viele Kommunalpolitiker und Bürgermeister – hatten sich versammelt, die vom Vorsitzenden der Gemeindevertretung, Karl Pitzer, begrüßt wurden. Die Ehrenurkunde übergab Karl-Christian Schelzke vom Hessischen Städte- und Gemeindebund, der in launiger Form eine Laudatio hielt. Laut neueren Planungen könne der Bürgermeister bald "bis 100 weitermachen", sprach er Bott aufmunternd zu. Mit einer Einschränkung, so Schelze, denn: "Ein Bürgermeisterjahr entspricht drei normalen Jahren." Der ländliche Raum brauche mehr Unterstützung, forderte er, damit sprach er vielen aus der Seele. Es könne nicht angehen, dass man die Kommunen nur anhalte, "brutalstmöglich zu sparen."

Für die Vogelsberger Bürgermeister gratulierte Bernhard Ziegler (Herbstein) und erinnerte an das frühere Engagement des Herbsteiners in seiner Heimatstadt. Landrat Manfred Görig nannte Bott einen der verlässlichsten Kollegen in der amtierenden Koalition. "Vor allem schaut er immer auf die Kosten und fragt, ob es nicht noch etwas günstiger geht." Görig verwies auf das aktuelle Projekt E-Mobilität in Gemünden, er sei gespannt, wie die Bürger es annehmen.

Musikalische Glückwünsche überbrachten Kinder des Kindergartens Siebenstein. Sie überreichten Bott einen selbstgemalten Blumenstrauß und bekamen zum Dank Schokoküsse. Der Erste Beigeordnete von Gemünden, Eckhard Reitz, erinnerte an frühere Turbulenzen – "mit Bürgermeistern haben wir ja viel durch." Mit Lothar Bott habe man jetzt zehn Jahre Kontinuität erlebt. Klaus-Dieter Jensen (Vorsitzender UBL-Fraktion) meinte humorvoll, mit "lieber Herr Bott" habe er den Bürgermeistern nicht so oft angesprochen, "wir haben es manchmal nicht leicht mit ihm und er nicht mit uns." Dennoch sei man gut miteinander ausgekommen. Thomas Schill (Vorsitzender SPD-Fraktion) zog Parallelen zur laufenden Fußball-WM und deren "magischen Momenten, die ich auch Ihnen wünsche."

"Er darf im Amt bleiben"

Walter Momberger (Vorsitzender BGG-Fraktion) verwies auf eine Fotocollage mit Bildern Botts als Fußballfan, darüber hinaus verkneife er sich am heutigen Tag eine Standpauke, wie man ihm empfohlen habe. Ortsvorsteher Werner Lutz meinte, am Anfang habe man oft gestritten, jetzt sei das Verhältnis gut. Für den Seniorenbeirat freute sich Peter Krug auf die Mitarbeit Botts "ab dem 20. Juni 2024." Gemeindebrandinspektor Udo Richber überreichte eine Einsatzjacke und Personalratsvorsitzende Lena Erb dankte für gute Zusammenarbeit. Karl Pitzer unterzog Bott sodann einem lustigen Eignungstest für Bürgermeister mit schweren Fragen – etwa der, was herauskommt, wenn man elf und acht Heuhaufen zusammenwirft. Nach bestandener Prüfung stand fest: "Er darf im Amt bleiben."

Weitere Gratulanten waren für die Pestalozzischule Antje Reinmuth-Kaut und Heike Steen, Pfarrerin Ursula Kadelka und Ralph Kehl von der VR Bank HessenLand. Er überreichte neben Krawatte, Kappe und Schirm auch genannten Schalke-Fanschal. Für Lothar Botts Partnerin Heidrun gab es als süße Entschädigung die entsprechende Fanschokolade. Das Geburtstagskind bedankte sich - "das Essen wartet" – und bat, ihn weiter mit den Stärken und Schwächen so zu nehmen, "wie ich bin."

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