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Noch kein Abriss in Sicht

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Von: Rolf Schwickert

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Der Bahnhof in Nieder-Gemünden wird wohl erst kommendes Jahr abgerissen. © Rolf Schwickert

Gemünden (lkl). Die Umgestaltung von Bahnhof und Bahnhofsumfeld in Nieder-Gemünden wird wohl noch einige Zeit auf sich warten lassen. Das geht aus der Antwort von Bürgermeister Lothar Bott auf eine Anfrage der BGG-Fraktion zum aktuellen Stand der Dinge aus der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung vergangene Woche hervor.

Nachdem Bott noch im Juni die Hoffnung geäußert hatte, dass im Herbst mit den Abrissarbeiten begonnen werden könne, ist inzwischen offensichtlich, dass sich diese nicht erfüllt hat: In Nieder-Gemünden ist alles beim alten. Stattdessen ist gemäß den Ausführungen von Bott erst im kommenden Jahr mit dem Beginn der Abrissarbeiten zu rechen. Der Grund: das Entwidmungsverfahren, das seit 2020 läuft, ist noch nicht abgeschlossen.

Mitte Oktober hat die Deutsche Bahn AG laut Bott jedoch nach wiederholter Erinnerung zumindest mitgeteilt, dass die Unterlagen dem Eisenbahn- Bundesamt übermittelt worden sind. »Die dortige Bearbeitungsdauer beträgt im Regelfall zwischen vier und 12 Monaten«, erläuterte der Rathauschef den Gemeindevertretern. Erst danach könne mit den vorlaufenden Arbeiten begonnnen werden, sprich: mit dem Abriss des Bahnhofs und des Güterschuppens.

DB-Projekte erfordern Zeit

Dabei geht es jedoch zunächst nur um den Abriss. »Die übrige Gestaltung von Bahnhofsstraße bzw. Bahnhofsumfeld kann erst nach der Einreichung der vollständigen Förderantragsunterlagen und Erhalt des Förderbescheides erfolgen«, erklärte Bott. Dies sei voraussichtlich im Jahr 2021 der Fall. Die Teilung der Grundstücke in Gelände der Deutschen Bahn und Besitz der Gemeinde ist laut Bott zwischenzeitlich gemäß Kaufvertrag erfolgt. Maßnahmen vonseiten der Deutschen Bahn seien allerdings nicht geplant. Bezüglich einer Angleichung des Bahnsteigs für ein barrierefreies Einsteigen machte Bott daher wenig Hoffung. »Der Bahnsteig befindet sich nach wie vor im Eigentum der DB AG. Wir können nur an das vorhandene Niveau angleichen«, sagte Bott. Zwar sei bei der Vorstellung zur Machbarkeitsstudie bezüglich der Reaktivierung der Ohmtalbahn gesagt worden, dass die Gelegenheit für solche Projekte noch nie so günstig gewesen sei. Aber mögliche Schritte der Bahn abzuwarten, ergibt für die Gemeinde wohl keinen Sinn. »Wenn es um Projekte der DB AG geht, dann muss man in anderen Zeiträumen denken«, betonte Bott. Da rede man bei Planfeststellungsverfahren von Zeiträumen von 15, 20 oder 25 Jahren.

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