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Der Tegut-Markt schließt am Mittwoch. Zur weiteren Präsenz der Automatenfiliale der Sparkasse gibt es noch keine Entscheidung. Foto: rs

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Weg für Neubaugebiet und größeren Lebensmittelmarkt frei

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Damit Gemünden gut aufgestellt bleibt, wurden Möglichkeiten für ein Neubaugebiet zwischen Burg- und Nieder-Gemünden sowie die Ansiedlung eines größeren Lebensmittelmarktes geschaffen.

Die personelle Situation in der Gemeindeverwaltung Gemünden ist ohne den weiterhin erkrankten Bürgermeister Lothar Bott angespannt. Erster Beigeordneter Eckhard Kömpf wird vom Beigeordneten Norbert Krieger vertreten, und es hat auf einer wichtigen Stelle im Rathaus einen Wechsel gegeben. Im Kommunalparlament war Vorsitzender Karl Pitzer in den Gemeindevorstand gewechselt, UBL-Vorsitzender Klaus-Dieter Jensen hat den Vorsitz übernommen. Alle Beteiligten sind bestrebt, dass es rund läuft.

Das zeigte sich in der Gemeindevertretersitzung am Donnerstag im Dorfgemeinschaftshaus Nieder-Gemünden. Änderungen an Satzungen zur Kindertagesstätte wurden jeweils einstimmig angenommen. Anlass ist eine Anpassung an aktualisierte Mustersatzungen. Für die Eltern ändert sich nichts.

Die unterschiedlichen Meinungen zum SPD-Antrag auf einen Bürgerpreis waren bereits im Ausschuss ausgetragen worden. Das berichtete Vorsitzender Dr. Jörg Müller, wobei einhellige Meinung war, das Ehrenamt zu würdigen. Jetzt soll die Ehrung unbürokratisch beim Jahresabschlussessen der Gemeindevertreter erfolgen. Allerdings soll das Essen aus diesem Anlass aufgewertet werden. Seither hatte es auch schon mal Schnitzel mit Brot gegeben. Vorher werden Ortsbeiräte gefragt, ob es zu ehrende Personen außerhalb des Vereinswesen gibt.

Nicht zufrieden mit einem Entwurf zur neuen Satzung des Gemeindearchives zeigte sich Leiter Beigeordneter Karl Pitzer. Der Haupt- und Finanzausschuss hatte an einer Mustersatzung sechs Änderungen vorgenommen, die Pitzer als nicht nötig bezeichnet. Aber er könne mit den meisten Änderungen leben. Er wandte sich dagegen, dass Regelungen über die Vernichtung von Unterlagen gestrichen worden waren. Andere Kommunen mit der neuen Mustersatzung hätten sämtlich die in Gemünden zur Streichung vorgeschlagenen Passagen enthalten. Pitzer wunderte sich, dass eine Streichung von einem Gremium empfohlen wurde, das sich der Tragweite wohl nicht bewusst gewesen sei. Die SPD setzte sich für eine Verfahrensweise im Sinne von Pitzer ein, Abstimmungen darüber verliefen ohne Aussprache einstimmig positiv beziehungsweise mit knapper Mehrheit (Gegenstimmen von BGG und UBL).

Änderungen an Bebauungsplänen betrafen einerseits die Fläche zwischen der Vogelsbergbahn und der Ohmstraße als Gewerbegebiet und andererseits die Fläche oberhalb der Ohmstraße zwischen Burg-Gemünden und dem einzelnen Gehöft zwischen den Ortsteilen als Neubaugebiet. Tobias Reitz berichtet von kontroverser Diskussion in der Fraktion, aber man müsse das große Ganze sehen, damit sich die Gemeinde entwickeln könne. Positiv sei, dass man einen Investor für eine eventuelle Erschließung beauftragen könne. Bernd Harres beruhigte, dass man trotz des angestrebten großen Neubaugebietes in den Ortsteilen auch kleine Bereiche für den örtlichen Bedarf ausweisen kann. Jürgen Lutz erinnere daran, dass die UBL den Schritt bereits 2016 angeregt habe. Beigeordneter Norbert Krieger betonte als Vertreter des Bürgermeisters, dass der Aufstellungsbeschluss nur das Recht auf ein Neubaugebiet schaffe, damit gebe es noch kein Baurecht. Ob wieder ein Einkaufsmarkt an Stelle des seitherigen kommt, ist offen. Es gebe keine konkreten Informationen, sicher ist nur, nur, dass der "tegut" schließt (siehe unten).

Im Zusammenhang mit möglichen Neubaugebieten und zusätzlichem Abwasser griff Walter Momberger (BGG) einen AAZ-Bericht auf. In Mücke hatte ein Gemeindevertreter die Sorge geäußert, wenn man Gemünden an die Kläranlage bei Königsaasen anschließe, komme man vielleicht an die Kapazitätsgrenze. Das sei für Gemünden von Bedeutung, stellte Momberger fest, man wolle ja langfristig mit beispielsweise Ehringshausen auch andere Ortsteile beim Abwasserverband Ohm-Seenbach anschließen.

"Gut gemeint und gut gemacht", sagte UBL-Sprecher Jürgen Lutz zum SPD-Antrag Funklöcher betreffend. Denn die SPD hatte vorgeschlagen, an der Telekom-Aktion "Wir jagen Funklöcher" teilzunehmen. Hintergrund ist, dass in den Ortsteilen Rülfenrod, Otterbach, Hainbach und Elpenrod nur schwacher oder kein Empfang ist. Mit der Aktion will die Telekom an 50 Standorten den Funk verbessern. Melden kann das jeder über eine App. Einstimmig wurde eine Teilnahme am Wettbewerb beschlossen.

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