Lärmschutz für Gemünden

  • Joachim Legatis
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Gemünden (jol). Die Gespräche zum Bau eines Lärmschutzwalls an der Autobahn A 5 bei Burg- und Nieder-Gemünden sind fortgeführt worden, wie Bürgermeister Lothar Bott bestätigte. Dieser Tage gab es demnach eine Unterredung mit Vertretern der Baufirma für die A 49 und Grundstückseigentümer an der Autobahn. Hintergrund ist, dass die Gemeinde im Laufe der Planfeststellungsverfahren für den Ausbau der A 5 vor einigen Jahren und nun für die A 49 nicht direkt beteiligt ist.

»Die Kommune kann nur Anregungen geben«, sagt Bott. Zukünftig soll die A 5 mit einer dritten Fahrspur ausgestattet werden, doch man sei daran interessiert, bereits jetzt Lärmschutz in den Gemündener Ortsteilen an der Autobahn zu bekommen. Beim Bau der A 49 fallen gewaltige Mengen Erdaushub an, die sich für einen Wall eignen, der als Sichtschutz errichtet werden darf. Bei einer Höhe von drei bis vier Metern hätte man auch Lärmschutz, so Bott.

Der Bau eines solchen Walls ist für die Baufirma eine wirtschaftliche Frage. Sie ist dazu bereit, wenn es für sie günstiger ist, die Erdmassen nahe der Baustelle zu einem Wall aufzuschütten statt sie zur Deponie zu bringen. Die Gemeinde hat die Eigentümer der Grundstücke an der A 5 zu einem Treffen eingeladen, bei dem die Baufirma Informationen gab. Ziel ist es, die Eigentümer dazu zu bewegen, dass sie einen solchen Wall auf dem Grundstück erlauben.

Win-win-Situation

Ein Verfahren, bei dem die Gemeinde Gelände erwirbt, sei zeitlich zu aufwendig. Schließlich starten die Bauarbeiten in wenigen Wochen, so Bott. Aber der Lärmschutz funktioniert nur, wenn alle Eigentümer mitmachen, um einen durchgehenden Wall zu schaffen. »Das wäre eine Win-win-Situation, wenn die Baufirma den Erdaushub günstig wegschaffen kann und die Bürger Lärmschutz bekommen.«

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