Kräuter für gesunde Küche

Gemünden-Burg-Gemünden (eva). "Kräuterzauber in der Küche" lautete das Thema des Ernährungsvortrages von Ernährungsfachfrau Anneliese Wilhelm, zu dem der Landfrauenverein Burg-Gemünden am Donnerstag ins Dorfgemeinschaftshaus eingeladen hatte.

Gemünden-Burg-Gemünden (eva). "Kräuterzauber in der Küche" lautete das Thema des Ernährungsvortrages von Ernährungsfachfrau Anneliese Wilhelm, zu dem der Landfrauenverein Burg-Gemünden am Donnerstag ins Dorfgemeinschaftshaus eingeladen hatte. Über 20 Teilnehmerinnen nahmen an dem Ernährungsvortrag teil, um sich über die vielfältige Verwendbarkeit von Kräutern und Gewürzen zu informieren. Anneliese Wilhelm erläuterte, was aus Sicht der Deutschen Gesellschaft für Ernährung bei der Verarbeitung in der Küche beachtet werden sollte, damit Kräuter und Gewürze ihren spezifischen Geschmack entfalten. Denn Küchenkräuter und Gewürze sind nicht nur eine geschmackvolle Verfeinerung, sondern sie können auch die Lust am Essen erhöhen oder gar Gerichte so verzaubern, dass ihr Genuss zu einem besonderen Erlebnis wird.

Von süßlich bis herb, von würzig bis scharf, bringen sie Abwechslung in die Küche und haben zudem gesundheitsfördernde Wirkungen. Doch Kochen mit den zumeist zarten Gewächsen, Blättern und Nadeln will gelernt sein. Denn nur bei richtiger Verarbeitung entfalten Kräuter und Gewürze ihr spezielles Aroma und ihren Geschmack. Die vielen aromatischen Verbindungen regen die Verdauungssekretion an, wirken antioxidativ (die freien Radikale senkend) und tragen zur Prävention von Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei.

Zudem kann mit dem Einsatz von Küchenkräutern bei vielen Rezepten Salz eingespart werden, ohne dass der gute Geschmack verloren gehe. Die Liste der Inhaltstoffe, die Kräuter für Heilzwecke, Geschmack und gesunde Ernährung wertvoll machen, ist lang.

So erfuhren die Landfrauen, dass sich fast alle Gewürzpflanzen ätherische Öle enthalten, die sich positiv auf Magen und Darm auswirken und Krämpfen vorbeugen können. Prägnante Bitterstoffe, die in Kümmel, Wacholderbeeren, Anis oder Lorbeerblättern enthalten sind, wirken verdauungsfördernd und appetitanregend. Die Vertreter der scharf brennenden Stoffe, wie Knoblauch, Meerrettich, Zwiebelgewächse, Pfeffer und Paprika fördern die Speichel- und Magensaftsekretion und wirken krampflösend wie auch antibakteriell.

Beachten sollte man, so die Referentin, dass Gewürze und Kräuter Naturprodukte sind, dass Lichteinfluss Farbpigmente und Arome verändern könnte und Hitze oder starke Gerüche sich negativ auf die Haltbarkeit und Qualität auswirken. "Daher sollten Gewürze nicht direkt über dem Herd, oder der Heizung aufbewahrt werden", rät Wilhelm. Empfehlenswert sei es, Kräuter und Gewürze in dunklem Glas aufzubewahren um ihr Aroma zu erhalten.

Neben der Theorie kam die Praxis nicht zu kurz. Schon eine Stunde vor Beginn der Veranstaltung hatten einige Mitglieder des Landfrauenvereins, unter Anleitung der Referentin, leckere Gerichte in der Küche zubereitet, die es im Anschluss zu verköstigen galt. Begonnen wurde mit einem "Sommertraum" mitten im Winter, einem Cocktail aus Säften, Mineralwasser und Ingwer; es gab Blätterteigschnecken mit Pesto; Rosenkohlsuppe mit Kokosmilch und Curry; Kräuter-Käse-Kartoffeln; mariniertes Gemüse und zum krönenden Abschluss einen "Vanille-Traum" mit Orangen Mousse. Die Vorsitzende der Landfrauen, Lydia Wehrwein, überreichte Anneliese Wilhelm als Dank für den lehrreichen Ernährungsvortrag einen Blumenstrauß.

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