Hainbächer ohne Einsatz - aber mit Übungsfleiß

Gemünden-Hainbach (kan). Ein einsatzfreies Jahr hat die Feuerwehr hinter sich. Obwohl die Feuerwehrleute nicht ausrücken mussten, bereiteten sie sich gut auf einen möglichen Einsatz vor.

Das berichtete Wehrführer Achim Reitz während der Hauptversammlung am Samstagabend. Einen guten Teil der Übungen nahm die Vorbereitung auf den Landesentscheid in Kärnten ein. Dafür mussten die Feuerwehrmänner und -frauen nach den Bestimmungen des Kärntner Landesfeuerwehrverbandes trainieren. Zum 145-jährigen Jubiläum der Feuerwehr in der Partnerstadt Gmünd reiste die Mannschaft mit weiteren Mitgliedern aus Hainbach nach Österreich und absolvierte den Wettbewerb erfolgreich. Am Ende nahmen sie das Leistungsabzeichen in Bronze mit. Auch Vorsitzender Stephan Mayer bezeichnete die Fahrt nach Gmünd als Höhepunkt im Vereinsjahr.

Nicht nur beim Wettbewerb, sondern auch beim Umzug und beim Festakt zur Jubiläumsfeier waren die Hainbacher dabei. Besonders erfreut zeigte er sich darüber, dass die Partnerschaft auch in der jüngeren Generation so gut funktioniert. Die Übung nach den österreichischen Bestimmungen hat im Sommer sogar den Sprung in die "Hessenschau" geschafft, als Hainbach während der Sendung "Dolles Dorf" aus dem Lostopf gezogen worden war.

Aber auch auf Gemeindeebene galt es, anspruchsvolle Aufgaben zu meistern. Bei der ersten Großübung wurde ein Brand im Elpenröder Wochenendgebiet angenommen, wo ähnlich wie im Hainbacher Wochenendgebiet die Wasserversorgung allein durch Unterflurhydranten im Falle eines Brandes nicht ausreichend ist. Die zweite Großübung war eine Funkübung, die die Gemündener Wehren anhand von Koordinaten durch die ganze Gemeinde führte. In Hainbach war ein angenommener Gefahrgutunfall aufgebaut. Einige Hainbacher Feuerwehrleute haben ihre Fähigkeiten in der sanierten Atemschutzübungsanlage in Alsfeld ausgebaut. Diese Übung steht auch für dieses Jahr im Kalender. Trotzdem wies Wehrführer Achim Reitz daraufhin, dass er sich eine regere Teilnahme an Lehrgängen auf Kreis- oder Landesebene wünsche, um die Ausfallreserve sicherstellen zu können.

Von den geselligen Unternehmungen des Vereins mit seinen 104 Mitgliedern berichtete Vorsitzender Stephan Mayer. Mit einer Winterwanderung nach Ruppertenrod wurde das Jahr eröffnet. Zu Fasching lud die Feuerwehr wieder zum Kameradschaftsabend mit Reden, Sketchen und Tänzen ein. Am Vereineschießen der Schützenabteilung nahm die Feuerwehr mit zwei Mannschaften teil. Im Mai wurde wieder ein Dorffest veranstaltet. Auch beim Backhausfest Ende Juli waren die Feuerwehrleute eingespannt.

Die Vorstandswahlen, die in diesem Jahr auf der Tagesordnung standen, brachten keine Überraschungen. Der gesamte Vorstand wurde wiedergewählt. Stephan Mayer bleibt Vorsitzender, sein Stellvertreter ist weiterhin Jürgen Kömpf. Klaus Erhardt bleibt eine weitere Amstzeit Rechner, Schriftführer ist auch in Zukunft Dirk Wagner. Auch die Beisitzer Simon Döring, Sebastian Grimm, Manfred Kömpf, Jörg Möser, Markus Möser und Jan Schönfeld wurden wiedergewählt. Stephan Mayer zeichnete einige Mitglieder für ihre langjährige Zugehörigkeit zum Verein aus. Walter Momberger ist seit 40 Jahren Mitglied.

Zur 25-jährigen Vereinszugehörigkeit gratulierte Stephan Mayer Susanne Christ, Heidi Döring, Martin Euler, Marion Hanitsch, Irmgard Hanitsch, Marianne Liehr-Schmidt, Irmtraud Reitz, Gisela Rühl, Frieda Schmidt, Karin Schönfeld, Gerhard Stietzel, Gerda Stietzel und Christa Wagner.

Bürgermeister Lothar Bott dankte den Feuerwehrleuten und besonders der Einsatzabteilung. Die Feuerwehr sichert nicht nur den Brandschutz, sagte Bott weiter, sondern sei auch ein Kulturträger, der viele Veranstaltungen anbietet. Auch die Partnerschaft mit Gmünd/Kärnten sei gute Werbung für die Gemeinde. Auch der Nachwuchs war im vergangenen Jahr sehr aktiv, wie Jugendfeuerwehrwart Alexander Lutz berichtete. Insgesamt elf Jugendliche, davon vier Jungen und sieben Mädchen, haben während der Sommermonate fleißig für Wettbewerbe trainiert.

Beim Pokalwettbewerb um den Gemeindepokal in Burg-Gemünden im Juni erreichte der Feuerwehrnachwuchs den vierten Gesamtrang und wurde Dritter in der Gemeindewertung. Beim Kreisentscheid in Schotten-Kaulstoß landeten die Jugendlichen auf einem mittleren Platz. Im Juli hatten sie viel Spaß beim Zelten auf dem Sportplatz, auch wenn das Wetter nicht besonders gut mitgespielt hat. Darüber hinaus haben die Jugendlichen Weihnachtsbäume eingesammelt, am Vereineschießen teilgenommen und beim Kreisjugendfeuerwehr-Aktionstag gemeinsam mit den Jugendfeuerwehren der Gemeinde einen Stand betreut.

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