Hängepartie für Baugebiet

  • Joachim Legatis
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Gemünden(jol). Es wird wohl noch eine Weile dauern, bis die ersten Bauherren auf der grünen Wiese zwischen Burg- und Nieder-Gemünden die Baustelle einrichten können. Immerhin besteht Hoffnung, den Radweg zwischen den Ortsteilen zügiger sanieren zu lassen. Beide Themen waren Gegenstand der Beratung in der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung.

Dabei beschloss man, die Planung für die Radweg-Sanierung selbst in Angriff zu nehmen. Dadurch kann das Bauprojekt in die Liste der Radweg-Zusatzprojekte des Landes kommen, wie Bürgermeister Lothar Bott erläuterte. Hintergrund ist der schlechte Zustand der Landesstraße und des daneben verlaufenden Radwegs. In einem Gespräch mit Vertretern von Hessen Mobil sei klar gewesen, dass eine Sanierung erforderlich ist. Dabei soll die Gemeinde in Vorleistung gehen und die Planung für den Radweg beauftragen. Das Land werde nachher eine Entschädigung zahlen, "das Ganze ist mit hoher Wahrscheinlichkeit kostenneutral", sagte Bott. Die Ausgaben und Einnahmen sollen in den Haushaltsplan 2021/22 aufgenommen werden. Dem stimmte die Gemeindevertretung einstimmig zu.

Ohne Abstimmung sprach man über den aktuellen Stand beim Baugebiet zwischen den beiden zentralen Ortsteilen. Auf Anfrage der BGG sagte Bott, dass es im Mai ein Gespräch mit der Grundstückseigentümerin gegeben habe. Dabei habe man erfahren, dass die Verhandlungen mit einem Investor noch laufen, beide Seiten haben sich über den Preis nicht einigen können. Die Gemeinde würde "die Investorenlösung über einen städtebaulichen Vertrag bevorzugen", formulierte Bott. Die Alternative ist es, ein Bauleitverfahren mit Umlegung und Erschließung durchzuführen. Das würde das Verfahren allerdings nicht beschleunigen. Bott gab sich skeptisch, ob sich Investor und Eigentümerin noch einigen. "Vieles deutet aktuell darauf hin, dass der Weg über ein Umlegungsverfahren gegangen werden muss", sagte er.

Das Interesse an Bauplätzen ist groß. Auf der Interessentenliste der Verwaltung stehen bereits 15 Namen, obwohl keine Werbung betrieben wurde.

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