+

Gut gelaunt im Banne des "Zoch"

Gemünden-Ehringshausen(koa). Am Ende ist eines klar: Nach dem Umzug ist vor dem Umzug. "Du glaubst doch nicht, dass wir uns diesen ganz besonderen Augenblick verwehren lassen?" - Die Aussage der Menschen entlang des Faschingszuges im längsten Straßendorf Hessens war eindeutig. Wenn die Fastnacht in vollen Zügen gefeiert wird, dann mit allem, was dazu gehört.

In diesem Falle: einem gut gelaunten Dreigestirn à la Köln, prächtig anzuschauenden Gardemädchen, einem Kinderprinzenpaar und jeder Menge feierfreudiger Zaungäste. Die hatten sich schon gut eine Stunde vor dem Trubel auf den Straßen gesammelt, ließen sich das eine oder andere Schnäpschen oder einen Kräppel munden und freuten sich auf eine närrische Auszeit, gut geschützt (siehe Bericht unten).

Unimog und Trecker statt Betonpollern

Unterstützt wurden die Polizeibeamten bei der Absicherung des Zugs von Feuerwehr und Bauhof, sodass es zum Umzug kein Rein- und kein Rauskommen aus Ehringshausen gab. Die Organisatoren vom Sportverein hatten bereits vorher ganze Arbeit geleistet. Mit elf Fahrzeugen hatten Ortslandwirte, Privatleute, Feuerwehr und ein Unternehmen die Zufahrtswege gesperrt: Schlepper, Lkw und Traktoren sorgten für ein Gefühl von Sicherheit. "Das war uns wichtig", so Wehrführer Jan Schäfer, der Fahrzeuge in Richtung Maulbach umleitete, während der Umzug mit seinen Wagen an ihm vorbei fuhr. Die Polizei hatte dafür gesorgt, dass niemand die beiden "schwarzen" Autobahnauffahrten an der A 5 passieren konnte. Sogar Feldwege wurden nicht übersehen, auch dort standen Traktoren.

Prinz Ingo I., Jungfrau Anastasia und Bauer Philipp hätten dann beim "Zoch" nicht stolzer sein können, dass die fünfte Jahreszeit vor einem solch begeisterten Publikum zelebriert werden konnte. Mit dem "Zochleiter" ging es los, gefolgt von einem feschen Männerballett des TSV und der Garde. Mit einer Delegation des Faschingclubs Kirtorf, dem Halunkenbus und dem MSC Angenrod waren Gäste in das Dorf gekommen, die den Zug noch bunter machten.

Barbaren und Dancing Girls

Die "Glücksbärchen" begeisterten nicht nur wegen der Bonbons die Kinder und der Angenröder Carneval Club ließ lautstark hören, dass er mit von der Partie ist. Bunt und lebendig ging es weiter in die Kurve, nämlich in die südliche, begleitet von der "Rasenmähergang", die ihren inneren Senior frei ließ, den Zellern und der Hainbacher Jugend, die einen Zoo mitbrachte. Die Aerobic-Gruppe und Damenmannschaft des SVE hatten sich in bunte Asia-Kostüme geworfen. Barbarisch gingen die Gemündener auf die Straße, ließen sich von "No Limit SVE" verfolgen und es wussten die "Dancing Girls" viele Gardemädchen hinter sich. Für Ehrengarde und das Dreigestirn hätte es kein schönerer Abschluss der Kampagne sein können als der Ruf "De Zoch kütt" mit Bonbonregen und gut gelaunten Menschen.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare