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Das Homberger Schulzentrum, oben die Gesamtschule, soll nun erweitert werden, um die Pestalozzischule aufzunehmen.

Förderschule Gemünden zieht an Standort Homberg um

Gemünden/Homberg (jol). Das Schulzentrum in Homberg soll künftig drei Schulen unter einem Dach umfassen – verbunden durch eine modernisierte Cafeteria in der Mitte. Die Pestalozzischule zieht dafür aus Gemünden um und bekommt Räume im Schulzentrum, das bislang Grund- und Gesamtschule umfasst.

Dabei wird die Förderschule mit Schwerpunkt Lernen weiter eine eigenständige Schule bleiben. Die 53 Schülerinnen und Schüler werden nach aktueller Planung weiter in fünf Klassen unterrichtet. Darauf weist die Gemündener Schulleiterin Antje Reinmuth-Kaut gemeinsam mit Schuldezernent Peter Zielinski hin. Anlass des Gesprächs mit der Allgemeinen Zeitung war ein Bericht in der AAZ über die Umzugspläne der Gemündener Förderschule.

Kooperation mit weiteren Schulen

Dazu gab es Erläuterungen und Korrekturen von Reinmuth-Kaut, weil Eltern nachgefragt hatten. So soll die Förderschule räumlich an das Schulzentrum angegliedert werden, aber mit 53 Schülerinnen und Schülern sowie 15 Lehrkräften bleibt die Schule eigenständig. Die Grundstufenklasse (Klassen 1 bis 4) soll einen Raum an der Grundschule erhalten, die vier Klassen für Schüler der 5. bis 10. Klassenstufe sollen wohl im Trakt der Ohmtalschule angesiedelt werden. Die Zahl der Schülerinnen und Schüler bleibe weitgehend stabil, so die Schulleiterin. Sie sinkt von 55 auf 53 im nächsten Schuljahr, Eltern wählen die Schule, "weil sie mit unserer Arbeit zufrieden sind".

Demgegenüber gebe es an anderen Förderschulen im Kreis signifikant sinkende Schülerzahlen, ergänzt Zielinski. Ein Grund der Verlagerung ist, dass ein Teil der Gebäude in Gemünden das Ende der Nutzungsdauer erreicht hat. Deshalb mache es sich bezahlt, in Homberg umzubauen, um die Förderschule aufzunehmen. Dann gebe es auch mehr Möglichkeiten für "Differenzierungsräume", zum Beispiel einen Raum für Sprachtherapie, der dann auch anderweitig genutzt werden kann. Vorstellbar sind auch schulübergreifende Angebote in Arbeitsgemeinschaften, so Reinmuth-Kaut.

Beraten und fördern

Falsch war im Bericht der AAZ der Hinweis auf die gemeinsame Ausbildung einer Referendarin mit der Grundschule Homberg – vielmehr, so stellt Schulleiterin Reinmuth-Kaut klar, bilde die Förderschule mit der Gesamtschule Homberg aktuell die zweite "Lehrkraft im Vorbereitungsdienst" (LiV) aus. Eine weitere LiV werde mit der Gesamtschule Mücke ausgebildet. Diese Lehrkräfte können zukünftig noch besser in inklusiven Klassen eingesetzt werden.

Einen großen Teil der Arbeit an der Pestalozzischule nimmt der Bereich "Beratungs- und Förderzentrum" ein. Die Lehrkräfte der Gemündener Schule arbeiten in fünf Grund- und zwei Gesamtschulen mit. Sie bieten dort jeweils eine bestimmte Zahl an Förderstunden an. Dabei geht es unter anderem um die Unterstützung von Kindern in den Fächern Mathematik und Deutsch über den Regel-Unterricht hinaus, um Sprachförderung und um kollegiale Beratung, also den Austausch über weitere Fördermöglichkeiten.

An der Qualität dieser Zusammenarbeit ändere sich nichts, kürzere Wege gebe es nur am Standort Homberg.

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