Der neue Ortsvorsteher Florian Albert überreicht seinem Vorgänger Fritz Wittchen einen Präsentkorb als Dank für dessen beispielhaften, jahrzehntelangen Einsatz für Burg-Gemünden. (Foto: ek)
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Der neue Ortsvorsteher Florian Albert überreicht seinem Vorgänger Fritz Wittchen einen Präsentkorb als Dank für dessen beispielhaften, jahrzehntelangen Einsatz für Burg-Gemünden. (Foto: ek)

Florian Albert Ortsvorsteher in Burg-Gemünden

Gemünden-Burg-Gemünden (ek). Mit einem etwas holprigen Beginn startete die konstituierende Sitzung des Ortsbeirates im DGH. Der bisherige Ortsvorsteher Fritz Wittchen, aufgrund seiner 31-jährigen Amtszeit als Ortsvorsteher nicht nur der bis dahin mit Abstand dienstälteste Ortsvorsteher in Gemünden, hatte eingeladen.

Neben den neu gewählten Mandatsträgern galt ein besonderer Gruß von Wittchen Bürgermeister Lothar Bott, den anwesenden Mitgliedern des Gemeindevorstandes, weiteren Mandatsträgern und den Zuschauern. Bevor Wittchen den Tagesordnungspunkt "Wahl eines neuen Ortsvorstehers" aufrief dankte er Luise Müller, die dem neuen Ortsbeirat nicht mehr angehören wird, mit einem kleinen Präsent.

Weil Wittchen ebenfalls nicht mehr für eine weitere Legislaturperiode zur Verfügung stand übernahm er in der Folge auch die Versammlungsleitung für die Wahl eines neuen Ortsvorstehers. Die aus dem Gremium vorgeschlagenen Kandidaten lehnten allerdings eine mögliche Wahl unverzüglich ab, sodass zunächst etwas Ratlosigkeit entstand. Offensichtlich entsprach dieser Vorschlagsreigen auch nicht einer im Vorfeld besprochenen Vorgehensweise des neuen Gremiums, was man zumindest aus entsprechend deutlich vorgetragenen Statements entnehmen konnte. Um die Wogen zu glätten und das weitere Vorgehen hinter verschlossenen Türen zu besprechen, verfügte Sitzungsleiter Wittchen eine zehnminütige Unterbrechung der Sitzung.

Nach Wiedereintritt in die Tagesordnung ging es dann ganz schnell und völlig un- problematisch, die Pause hatte offensichtlich ihren Zweck erfüllt. Alle folgenden Wahlen erfolgten einstimmig, teilweise bei Enthaltung der Gewählten. Neuer Ortsvorsteher wurde Florian Albert, zugleich jüngstes Ortsbeiratsmitglied und damit auch der jüngste Ortsvorsteher in Gemünden. Er dankte für das Vertrauen und machte deutlich, dass es sicherlich nicht einfach sein wird die Nachfolge seines erfahrenen Vorgängers anzutreten, er wolle dies aber mit Engagement und den ihm zur Verfügung stehenden Mitteln tun. Er übernahm dann auch direkt die Sitzungsleitung und spulte die weiteren Wahlen souverän ab. Stellvertretender Ortsvorsteher wurde Reinhold Rühl, das Amt des Schriftführers wurde Peter Krug übertragen, dessen Stellvertreter wurde Gerhard Fleischhauer.

In der Folge behandelte das neu gewählte Gremium auch gleich einen ersten Beratungspunkt, wobei es um die vorliegende Entwurfsplanung zur Friedhofsneugestaltung ging. Nach entsprechender Aussprache stimmt der Ortsbeirat dem Planungsentwurf zu, machte aber die Einschränkung geltend, dass etwas weniger Bäume als im Entwurf vorgesehen wünschenswert wären. Beratungen über Investitionswünsche für den Doppelhaushalt 2017/2018 wurden in Absprache mit dem Bürgermeister auf die nächste Sitzung verschoben, werden diese seitens der Verwaltung doch erst zum 1. August benötigt. Vor dem Ende des offiziellen Versammlungsteils gratulierte Bürgermeister Bott den neu gewählten Mitgliedern, wünschte den Funktionsträgern mit dem neuen Ortsvorsteher an der Spitze viel Erfolg, immer eine glückliche Hand und eine gute Zusammenarbeit zum Wohle des Ortsteils.

Ortsvorsteher Florian Albert nutzte die Gelegenheit und dankte ausdrücklich seinem Vorgänger Fritz Wittchen, der insgesamt 35 Jahre im Ortsbeirat seines Heimatortes tätig war und davon allein 31 Jahre als Ortsvorsteher. Seit er zurückdenken könne, gebe es den Ortsvorsteher Fritz Wittchen, sagte Albert, Wittchen sei in dieser langen Amtszeit zu einer echten Institution geworden. Albert überreichte einen großen Präsentkorb an Fritz Wittchen, der zuvor mit eindrucksvollen Worten an die vielfältigen Aktivitäten im Verlaufe seiner mehr als drei Jahrzehnte als Ortsvorsteher erinnert hatte und dabei auch einzelne Projekte in Erinnerung rief, die mit viel Engagement und mithilfe der Bürger des Ortes umgesetzt werden konnten.

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