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Ohne die Gründungsmitglieder würde es den "Club Alte Kameraden" nicht geben. Vorsitzender Arno Schmitt, Hartmut Schäfer, Erich Müller, Karl Schäfer, Karl-Heinz Müller, Ehrenvorsitzender Karl Schmitt, Josef Schwarzer, Landrat Manfred Görig und Rechner Stefan Horst (v.l.).

Feste feiern mit dem Club

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Gemünden (eva). Der "Club Alte Kameraden" (CAK) hat das 50-jährige Bestehen mit einem Festwochenende gefeiert. Begonnen wurde mit einem Kommers, zu dem Vorsitzender Arno Schmitt viele Besucher begrüßte. Nach einem von Stefan Reitz dargebrachten Musikstück auf der Steirischen Harmonika erinnerte Norbert Södler an Anfänge und Werdegang des Vereins.

Södler erinnerte an die Gründung, als die Frage im Raum stand, ob und wie es mit der Kirmes weitergehe soll, die bis dato von der Burschenschaft abgehalten wurde. Die Älteren bildeten dann den "Club Alte Kameraden", gegründet am 31. Dezember 1969 im Gasthaus Kehr in Rülfenrod. Da es kein "Jux-Verein" sein sollte, wurden die Pflege des Kulturgutes sowie die Förderung des Heimatgedankens und Umwelt- und Landschaftsschutz als Ziele festgesetzt.

Landrat Manfred Görig nannte das Clubgelände einen besonderen Platz für die Bevölkerung, wo man das erlebt, was Nachbarschaft ausmacht. Dem Club sei es gelungen, Heimatpflege und an Geselligkeit zu betreiben und zu bewahren. Er stimmte seinem Vorredner zu, dass die damals unbürokratische Grundstücksübergabe heute so nicht mehr möglich sei. Görig sprach seine Anerkennung dafür aus, was die Clubmitglieder in all den Jahren ehrenamtlich geleistet haben, um dieses Kleinod zu schaffen.

Mundart und Lagerfeuer

Gemeinsam mit Vorsitzenden Arno Schmitt und Rechner Stefan Horst ehrte Görig die einstigen Gründungsmitglieder. Hartmut Schäfer, Erich Müller, Karl Schäfer, Karl-Heinz Müller, Josef Schwarzer und Ehrenvorsitzender Karl Schmitt erhielten jeweils eine kleine Granitstanduhr mit Gravur. Ebenso gehört Dieter Kömpf zu den Gründungsmitgliedern, konnte aber, wie auch Norbert Fischer, der für 25-jährige Mitgliedschaft geehrt wurde, nicht anwesend sein.

Neben den Einlagen von Stefan Reitz, in dessen Darbietungen die Gäste insbesondere bei der Clubhymne "Alte Kameraden" fröhlich einstimmten, war es Mundartexperte Karl-Heinz Theiß, der zwischen den Reden unterhielt. Mundart, so Theiß, sei eine Sprache, die sehr viel älter ist als die "Hochsprache". Das Hochdeutsch sei erst rund 150 Jahre alt. Im Kreise der sogenannten "Mundartartisten" habe man ein Wort gefunden, dass rund 1500 Jahre alt ist. Die meisten würden das Wort noch kennen, nämlich der "Kroppe" (Kochtopf). Es wurde im Niederdeutschen als "Krappen" oder "Kratan" bezeichnet, ist ein Tongefäß mit zwei Griffen dran und diente damals schon dem Zweck der Essenzubereitung.

Theiß hatte noch einige Anekdoten mitgebracht, Amüsantes vom Kur- oder Reha-Aufenthalt, einen nicht so ganz ernst zu nehmenden Test, wann "Mann" wirklich alt ist, und Episoden aus dem Ehealltag. Und Theiß hatte eine Erzählung in Mundart über eine erfolgreiche Otterjagd aus der Feder des 1852 in Nieder-Gemünden geborenen Karl-Ludwig Feldmann parat.

Im Anschluss an den offiziellen Teil gab es Gelegenheit, während des gemütlichen Beisammenseins und bei Bewirtung durch die Clubmitglieder einen Blick auf die von Norbert Raitz und Stefan Horst zusammengestellte Bildpräsentation zu werfen. Ergänzt wurde die Veranstaltung mit einem großen Lagerfeuer.

Am Sonntag ging es weiter mit dem Grillfest und einem reichhaltigen Angebot in Form von Würstchen, Steaks, Spießbraten, Bratkartoffeln, Salatvariationen sowie Kaffee und Kuchen. Auf dem Clubgelände herrschte bei idealem Sommerwetter eine fröhliche Stimmung, ob im Zelt oder auf dem weitläufigen Gelände.

Für musikalische Stimmung sorgte der Musikverein Leusel temperamentvoller Blasmusik. Auch an die Kinder war gedacht, die sich neben den auf dem Clubgelände befindlichen Spielgeräten auf einer Hüpfburg austoben konnten.

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