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Tim Schneider tritt für die SPD als Bürgermeisterkandidat an. (Foto: rs)

Einstimmig für Tim Schneider

Gemünden (rs). Tim Schneider (25) ist der Kandidat der SPD zur Bürgermeisterwahl am 6. März kommenden Jahres. Einstimmig wurde der ledige Wächtersbacher am Freitagabend bei einer außerordentlichen Mitgliederversammlung des SPD-Ortsvereines im Dorfgemeinschaftshaus von Elpenrod gewählt.

Anwesend waren 17 der 46 SPD-Mitglieder aus Gemünden.

Vorsitzender Thomas Schill informierte eingangs, dass es im Vorfeld langte Diskussionen – auch über das Ob – gegeben habe. Andererseits sei argumentiert werden, Flagge zeigen zu müssen. Man habe dann mit Tim Schneider einen engagierten jungen Mann angetroffen, der schon ziemlich konkrete Vorstellungen von einer Kampagne gehabt habe. Für eine kleine Verwaltung wie in Gemünden brauche man einen Verwaltungsfachmann und eine Person, die vorangehen könne und Innovationen anstoße. Speziell die Kreativität und Visionen habe man beim amtierenden Bürgermeister in den vergangenen Jahren immer wieder vermisst. Zur politischen Erfahrung als Juso komme beim Bewerber Tim Schneider das Spontane der Jugend. Der Ortsvereinsvorstand schlage deshalb Tim Schneider als SPD-Kandidat vor. Sigrid Vogt, die den Kontakt zum Bewerber vermittelt hatte, sagte, Schneider sei ein glaubwürdiger Sozialdemokrat, der mit guter Intuition und Auffassungsgabe der richtige Mann für die Kandidatur sei.

Mit neuen Ideen und Ansätzen will der Bewerber Schneider aus Wächtersbach in den Wahlkampf gehen. Der 25-Jährige ist beim Ordnungsamt der Stadt Wächtersbach als Leiter des Integrationsbüros beschäftigt und seit fast sechs Jahren in der SPD engagiert. Nebenberuflich ist Schneider Dozent für Kommunalrecht beim hessischen Verwaltungsschulverband in Fulda. Er wolle eine innovativ handelnde Gemeinde aus Gemünden machen, sagte Schneider, um nicht nur angelehnt an Verwaltungsplänen zu handeln. Um auch eine solide Basis als zukünftiger Bürgermeister zu haben, wolle er die SPD im anstehenden Kommunalwahlkampf beraten und zu einem sehr guten Ergebnis führen. Der amtierende Bürgermeister Lothar Bott befinde sich in seiner zweiten Amtszeit, und es lasse sich feststellen, dass viele Felder leider sehr formal geführt würden. Schneider kündigte an, allgemein etwas gegen den Griff des Landes in die kommunalen Kassen unternehmen und örtlich die Anbindung an den öffentlichen Personennahverkehr verbessern zu wollen. Schneider appellierte, dem guten Potenzial der Gemeinde Gemünden in den kommenden Jahren den sozialdemokratischen Stempel aufzudrücken.

In der Aussprache wurde ein mangelhafter Zustand von Spielplätzen benannt, das will Bewerber Schneider anpacken. Auf seine Erfahrung als Leiter des Integrationsbüros angesprochen, informierte Schneider, die Unterbringung von Flüchtlingen in Leerständen in Wächtersbach (Main-Kinzig-Kreis) sei bislang positiv verlaufen.

Unterbezirksvorsitzender Sven Bastian zeigte sich sehr erfreut, einen so jungen und agilen Bewerber in Gemünden zu haben. Insgesamt habe sich die Vogelsberger Bürgermeisterriege deutlich verjüngt, da passe Tim Schneider sehr gut rein, auch als Signal gegen den demografischen Wandel. Zudem komme der fachliche Verwaltungshintergrund, und Schneider sei offenkundig ein politisch handelnder Mensch, könne deutlich mehr sein als nur Moderator an der Verwaltungsspitze. Bastian benannte den im benachbarten Homberg offenkundig von der CDU ins Persönliche abgleitenden Wahlkampf als Gefahr für eine Kommune, das dürfe man sich in Gemünden nicht als Vorbild nehmen.

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