"Eine Million guter Wünsche"

Gemünden-Nieder-Gemünden (ek). Es war eine beeindruckende und ansprechende Abschiedfeier, die Schüler und Lehrerkollegium ihrem scheidenden Schulleiter Rainer Berk am Donnerstag in der Pestalozzischule bereiteten.

Gemünden-Nieder-Gemünden (ek). Es war eine beeindruckende und ansprechende Abschiedfeier, die Schüler und Lehrerkollegium ihrem scheidenden Schulleiter Rainer Berk am Donnerstag in der Pestalozzischule bereiteten. Dabei wurde deutlich, dass mit Berk ein beliebter und engagierter Rektor die Schule für Lernhilfe verlässt, der auf eigenen Wunsch zur Anna-Freud-Schule nach Lich als Schulleiter wechselt. Schüler und Lehrkräfte hatten ein buntes Programm zusammengestellt, um auf besondere Weise von ihrem Chef Abschied zu nehmen. Sie wünschten ihm für die neue Herausforderung alles Gute und machten immer wieder deutlich, dass Rainer Berk sehr beliebt war und hohes Ansehen genießt.

Nach einem musikalischen Gruß des Schülerchors konnte Rainer Berk in einem Spiel sein Wissen unter Beweis stellen. Kein Zufall waren die Fragen, die Moderatorin "Winter-Jauch" dem Kandidaten stellte. Da ging es um sein Wissen zur Pestalozzischule, aber auch zur neuen Wirkungsstätte in Lich. Den Publikums-, Telefon-, und "Fifty-Fifty-Joker" setzte Kandidat Berk souverän ein, so dass er am Ende die Eine-Million-Euro-Frage löste. Den Preis, einen Gutschein mit "einer Million guten Wünschen", nahm Berk sichtlich bewegt entgegen.

In einem Beitrag der Klassensprecher und Schülervertretung gab es viel Lob für den verständnisvollen Rektor, der es wie kein anderer verstanden habe, die Schülereinzubinden. Humorvoll erinnerten Schüler der Hauptstufenklassen in einem Sketch an eine "Sportschdunde" mit Lehrer Berk. Seine lockere und dennoch durchsetzungsfähige Art war augenscheinlich sehr beliebt.

Rainer Berk dankte allen Organisatoren, vor allem aber "seinen" Schülern für die tollen Beiträge. Er sei auf die Schüler sehr stolz und der Abschied falle nicht leicht. Gleichwohl sei die neue Aufgabe eine neue Herausforderung. Die Pestalozzischule werde er in guter Erinnerung behalten, er wwar dort fast zwölf Jahre. 1997 trat er eine Lehrerstelle in Nieder-Gemünden an und eer wurde 2005 zum Rektor bestellt.

Mit "Time to say goodbye" hieß es für die Schüler Abschied nehmen. Mit großen Papierhänden wurde fleißig gewunken und Berk verabschiedete sich von jedem Schüler mit Handschlag, wobei er kleine Abschiedsgeschenke überreichte. Im Rahmen der Feier hatten die Schüler zugleich Gelegenheit, die vermutete Nachfolgerin kennen zu lernen.

Im Verlauf folgte eine offizielle Feierstunde mit Vertretern des Schulamtes, vom Schulträger, Bürgermeister Lothar Bott, Bürgermeister Ernst-Uwe Offhaus als Vorsitzender des Fördervereins, Elternvertretern, Freunden, Bekannten, Lehrkräften und weiteren Gästen.

Alle Redner unterstrichen die gute Zusammenarbeit mit Rainer Berk. Man habe Verständnis für die berufliche Veränderungs, lasse ihn aber nur ungern gehen, habe er doch in Nieder-Gemünden viel erreicht. Beispielhaft wurde auf das Projekt in Zusammenarbeit mit der Sparkasse verwiesen, was der Schule einen großzügigen Spiel- und Pausenbereich bescherte. Eine humoristische und auf Platt verfasste "Beurteilung" bekam Rainer Berk von Hausmeister Rainer Schojan und Schulsekretärin Dagmar Zinnkan, während Schulleiterin Heike Steen von der Grundschule einen kurzen Abriss auf die Jahre der guten Zusammenarbeit gab. In treffender Weise skizzierte der frühere Rektor und Vorsitzende des Förderkreises der Schule, Ernst-Uwe Offhaus, das Wirken von Rainer Berk. Für den Personalratberichtete Mathias Watz von der zu Ende gehenden Ära Berk, die man sehr positiv in Erinnerung behalten werde. Zum Abschluss der offiziellen Feierstunde ergriff noch einmal sichtlich bewegt Rainer Berk das Wort.

Er betonte, das Team der Schule sei sehr gut aufgestellt und er könne eine gute Schule übergeben. Bildlich übergab er diese mit einem "Staffelholz" in Anlehnung an sein sportliches Engagement. In gemütlicher Runde, mit Gesprächen und im Kreis der Freunde, Wegbegleiter, Eltern und seiner Ehefrau hatte Rainer Berk noch Gelegenheit, den Abschied von "seiner" Schule zu erfassen.

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