WhatsApp-Messenger

300 Bürger sind schon angemeldet

  • VonEckhard Kömpf
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Verunreinigtes Trinkwasser hat auch mal was Gutes: Beim letzten Vorfall war die Bürger-Information nicht optimal, jetzt wird der WhatsApp-Messenger genutzt. Und der Bürger macht sehr gut mit.

Vor rund fünf Wochen hat die Gemeinde ein modernes und wegweisendes Informationssystem auf Basis eines WhatsApp-Messengers eingeführt. Zu diesem Zeitpunkt konnten die Verantwortlichen nur hoffen, dass es dafür ein entsprechendes Interesse gibt, gewusst hatte man es damals noch nicht. Heute nun lässt sich ein erstes, äußerst positives Resümee ziehen, wie Bürgermeister Lothar Bott und der zuständige Verwaltungsmitarbeiter Daniel Wolf erläuterten. Mit aktuell rund 300 angemeldeten Teilnehmern wurden die Erwartungen bereits jetzt deutlich übertroffen. Mehr als zehn Prozent der Bevölkerung haben diesen kommunalen Nachrichtendienst inzwischen abonniert und partizipieren davon.

Newsletter wurde verworfen

Zurückzuführen ist die Einführung dieses modernen Informationssystems für Bürger auf einen Beschluss der Gemeindevertretung vom November 2016. Seinerzeit hatte die UBL-Fraktion einen entsprechenden Antrag im Parlament eingebracht, nachdem im Rahmen einer Trinkwasserverunreinigung die Art und der Umfang von Informationsweitergaben in der Bevölkerung auf Kritik gestoßen waren. Der UBL-Antrag wurde vom Parlament positiv beschieden, so dass sich in der Folge der Gemeindevorstand mit einer Umsetzung befassen musste.

Es war dann Aufgabe von Daniel Wolf, der in der Verwaltung unter anderem für die EDV zuständig ist, eine praktikable Lösung zu suchen und diese dem Gemeindevorstand zu unterbreiten. Zunächst habe man dabei auch die Möglichkeiten eines Newsletters per E-Mail geprüft, dies sei aber nach Abwägung aller Möglichkeiten wieder verworfen worden. Favorisiert wurde am Ende nicht nur von der Verwaltung eine Einrichtung über den Messangerdienst WhatsApp.

Im Kreis federführend

Nach Bekanntgabe der Einrichtung kam es bereits in der ersten Woche zu einer Flut von Anmeldungen, die inzwischen die beachtliche Zahl von rund 300 Nutzern erreicht haben, wie Wolf dazu ausführte. Zumindest einmal pro Woche wird derzeit der Nachrichtendienst von der Verwaltung genutzt und aktuelle Informationen in kurzer und prägnanter Weise an die registrierten Nutzer weitergegeben. Die große Anzahl der registrierten Nutzer mache deutlich, darüber sind sich Bürgermeister Bott und auch Systembetreuer Wolf einig, dass die Einführung dieses modernen Nachrichtendienstes richtig und zeitgemäß war. Dass Gemünden mit einem solchen System zumindest innerhalb des Vogelsbergkreises ganz weit vorne liegt macht natürlich den Bürgermeister und seine Verwaltung zu Recht stolz.

Ausdrücklich wird seitens der Verwaltung aber auch darauf hingewiesen, dass dieser Informationsdienst nicht als »Chat-Gruppe« zu verstehen ist. Ein Nachrichtenaustausch, wie in Chatgruppen üblich, ist nicht vorgesehen.

Mit zwei Häkchen ist man dabei

Um sich bei dem kostenlosen Informationsdienst der Gemeinde Gemünden anmelden zu können sind nur wenige Schritte erforderlich, so erläuterte Wolf das korrekte Vorgehen. Zunächst ist es dazu notwendig die Telefonnummer +49/151/61147670 im eigenen Adressbuch des Smartphones zu speichern. Dann per WhatsApp der Wort »Start« an diese Nummer schicken. Bei einigen Smartphones ist es erforderlich die Kontaktdaten zu aktualisieren, damit ein Versenden an die Nummer möglich wird. Wenn dann an der Nachricht zwei Häkchen zu sehen sind war die Anmeldung erfolgreich. Die Verwaltung bittet aber zu bedenken, dass dieser Anmeldevorgang auch mal etwas länger dauern kann, nämlich dann wenn die Verwaltung nicht besetzt ist (Wochenende, Feiertage).

Wer sich von dem Informationsdienst wieder abmelden möchte kann dies ebenso einfach erledigen, man schickt dann nur das Wort »Stopp« an besagte Telefonnummer, dann erfolgt eine Streichung aus der Nutzerliste.

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