Brand in Dachstuhl mit vermissten Personen geübt

Gemünden-Elpenrod (ek). Auf 30 Jahre Dorfgemeinschaftshaus und damit auch auf 30 Jahre Feuerwehr-Gerätehaus kann man in diesen Tagen im Ort blicken.

Gemünden-Elpenrod (ek). Auf 30 Jahre Dorfgemeinschaftshaus und damit auch auf 30 Jahre Feuerwehr-Gerätehaus kann man in diesen Tagen im Ort blicken. Das kleine Jubiläum gab Anlass zu verschiedenen Veranstaltungen in und rund um das Dorfgemeinschaftshaus, wobei die Feuerwehr am Sonntagvormittag im Ort eine Großübung zeigte, an der alle Gemündener Ortsteilswehren beteiligt waren.

Ausgangslage der Übung war ein angenommener Dachstuhlbrand in einem an ein Wohnhaus angrenzenden Wirtschaftsgebäude, in dem nach der Brandentstehung drei vermutlich verletzte Personen vermisst werden. Besondere Problematik bei dem Szenario war die große Entfernung des Löschwasserteiches zur Brandstelle in der Ruppertenröder Straße, so dass zunächst über Hydranten und in der Folge über eine lange Wegstrecke die Wasserversorgung sichergestellt werden musste. Die über Sirene alarmierte örtliche Wehr unter Leitung von Maik Künhold und Norbert Vey nahm den ersten Löschangriff über einen Hydranten vor, während die Wehren aus Burg- und Nieder-Gemünden einen weiteren Löschangriff vortrugen und die Menschenrettung unter Einsatz von schwerem Atemschutz durchführten.

Die in der Folge eintreffenden Wehren der übrigen Ortsteile beteiligten sich an der Brandbekämpfung, beziehungsweise richteten eine Saugstelle am Löschwasserteich in der Nähe des Dorfgemeinschaftshaus ein und verlegten über rund 600 Meter eine lange Wegstrecke zur Sicherung der Wasserversorgung an der Brandstelle. Die von den Mitgliedern der Wehr geborgenen Verletzten wurden an eine Einsatzgruppe der DRK-Bereitschaft Gemünden unter Leitung von Jörg Müller übergeben, so dass sie in unmittelbarer Brandstellennähe zunächst versorgt werden konnten. Insgesamt waren bei der Großübung rund 70 Einsatzkräfte tätig, wie der stellvertretende Gemeindebrandinspektor Klaus Eckstein auf Anfrage ausführte. Die meisten Einsatzkräfte waren dabei im Bereich der Brandbekämpfung und der Wasserversorgung eingesetzt, aber auch die Absicherung der Straße, verbunden mit Sperrungen, wurde durch Mitglieder der Wehren sichergestellt.

Mit zehn C- und zwei B-Strahlrohren wurde der angenommene Brand erfolgreich bekämpft, und die "Verletzten" konnten aus dem Wirtschaftsgebäude zügig geborgen werden, so dass am Ende Einsatzleiter Eckstein die Übung erfolgreich für beendet erklären konnte.

Im Bereich der Übungsstelle hatten sich zahlreiche Bürger aus Elpenrod eingefunden, um den Übungsverlauf zu verfolgen und sich selbst ein Bild vom guten Ausbildungsstand der heimischen Wehren zu machen. Unter den Beobachtern war auch der Bürgermeiéster Lothar Bott, der das Einsatzgeschehen interessiert verfolgte.

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