Blech statt Stoff

Alte Autos statt alte Uniformen in Gemünden

  • schließen

Auf dem weitläufigen Gelände der ehemaligen Molkerei in Nieder-Gemünden gibt es einen Nutzerwechsel: Das Uniformenmuseum ist weg, jetzt ist ein Autohandel eingezogen.

Die Ortsmitte von Nieder-Gemünden (Bahnhof) hat eine Attraktion weniger. Dafür ist eine eher verbreitete Nutzung in die ehemalige Molkerei eingezogen: Das Uniformenmuseum ist Geschichte, jetzt hat sich ein Autohandel angesiedelt, der das vormals mit Gestrüpp überzogene Gelände zwischen den Gebäuden eingeebnet hat. Rund 100 zumeist ältere Modelle stehen auf der Fläche unterhalb von Schule und Wohngebiet. Neben dieser wesentlichen Veränderung hat sich auch auf der anderen Seite der Ortsdurchfahrt in Richtung Bahnhof etwas getan. Nachdem der Büromöbelhersteller Tobro geschlossen hatte, waren Teile des Areals von einer Kleinspedition genutzt worden. Jetzt hängen Werbeschilder einer Immobilienfirma an den Fabrikzäunen, das weitläufige Areal und die großen Gebäude sollen verkauft werden.

Es ist also insgesamt eine sehr große Fläche des Ortsteiles von möglichen Veränderungen betroffen, da will die Gemeinde in Wort mitreden. In diesem Sinne haben die Gemeindevertreter in der vergangenen Sitzung einen Bebauungsplan "Feldastraße" sowie eine Veränderungssperre beschlossen. In dem Beschluss heißt es, dass die bisherige Nutzung des Plangebietes (aufgegebene Molkerei, bestehender und leerstehender Betrieb) einer städtebaulich vertretbaren Ordnung, Sicherung, Entwicklung und Nachverdichtung zugeführt und als Mischgebiet ausgewiesen werden. Dabei geht es auch um eine verträgliche Anpassung an das vorhandene Schulgelände sowie die Wohnbebauung. Die Veränderungssperre hat zur Folge, dass Vorhaben nicht ausgeführt und bauliche Anlagen nicht beseitigt werden dürfen. Die Veränderungssperre währt zwei Jahre, Ausnahmen können von der Gemeinde zugelassen werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare