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Der Projektchor stellt fünf Lieder aus dem neuen Gesangbuch vor.

Abwechslung fürs Kirchenleben

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Gemünden/Feldatal (ek). Vor wenigen Tagen fand der erste Workshop-Gottesdienst zur Einführung des neuen EGplus-Gesangbuches für das Kirchspiel in Ermenrod statt. Dieser Gottesdienst wurde fast komplett ohne die Unterstützung des Pfarrers von Freiwilligen, die mehrheitlich dem Kirchenvorstand angehören, vorbereitet und durchgeführt. Aber warum Workshop? Und warum ein neues Gesangbuch?

Der Gottesdienst war das Ergebnis vieler Treffen aus Freiwilligen, die sich Gedanken darüber gemacht haben, wie sie etwas Abwechslung und neue Impulse ins bestehende Kirchenleben bringen können. Schnell wurde klar, dass man diese Aufgabe nicht allein dem Pfarrer übertragen kann.

Da in diesen Diskussionen auch die Kirchenmusik diskutiert wurde, kam die Sprache auf das EGplus-Gesangbuch, das seit dem Reformationsjubiläum vor zwei Jahren publiziert wird. Dieses wurde für das gesamte Kirchspiel angeschafft und in diesem Gottesdienst offiziell vorgestellt und eingeführt.

Hierfür hatte sich ein eigener Projektchor gebildet, der am gesamten Gottesdienst beteiligt war, und insgesamt fünf Lieder aus dem neuen Gesangbuch vorstellte.

Musikalisch begleitet wurde der Chor von Peter Gabriel auf der Gitarre und von Maren Kadelka auf der Querflöte und an der Orgel. Auch der Ablauf und die Liturgie waren eine völlig andere als in einem klassischen Gottesdienst. So wurde unter anderem beim Psalmgebet nur der Refrain gesungen, und die einzelnen Strophen dazwischen vom Chor verlesen. Auf eine Predigt wurde ganz verzichtet, stattdessen von Simone Harres, Ilona Appel und Iris Schott ein eigens erstelltes Anspiel vorgetragen, in dem mit amüsanten Dialogen für die Besucher alle offenen Fragen zum neuen Gesangbuch geklärt wurden: "Warum schon wieder ein neues Gesangbuch? Mein altes sieht doch noch so neu aus. Braucht es das wirklich?" Doch schnell wurde klar, dass das EGplus nur ein Zusatzbuch zum alten roten Gesangbuch ist. Zudem wurde dargestellt, wie wichtig die Rolle und Bedeutung der Kirchenmusik für den Glauben und das eigene Befinden ist. Nach den alltagsnahen Fürbitten von Susanne Zaumsegel und Ines Meyer war es die Aufgabe von Pfarrer Thomas Harsch, die Abkündigungen und den Segen zu verlesen.

Auch er war sehr begeistert und bat um einen Applaus für alle Beteiligten. Aus den Reihen der rund 30 Gottesdienstbesucher war Lob zu vernehmen. Der nächste Workshop-Gottesdienst findet am 25. August in Rülfenrod unter freiem Himmel statt.

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