+
Domorganistin Hijoo Moon aus Tromsö an der Kirchenorgel in Wohnfeld.

Gast aus Tromsö brilliert an der Orgel

  • schließen

Ulrichstein-Wohnfeld (sf). Am Samstagabend gab es in der Kirche ein fulminantes Orgelkonzert von Hijoo Moon. Sie kam direkt aus Tromsö, einer der nördlichsten Städte Norwegens. Der Kontakt wurde durch Dr. Krystian Skoczowski (einem der Initiatoren des oberhessischen Orgelsommers) hergestellt, beide studierten vor 25 Jahren gemeinsam. Pfarrer Detlef Metz begrüßte die Besucher.

Im Jahre 1727 sei die Orgel wohl in Effolderbach erbaut worden. Wer der eigentliche Bauherr war, lässt sich nicht mehr nachvollziehen. Sie wurde später renoviert und der Spielrahmen wurde schöner. Er trägt die Handschrift von Johann Friedrich Sier. Seit etwa 1850 steht die Orgel nun in Wohnfeld, ist aber auch mehrmals im Kirchenraum umgezogen. Die letzte Orgelrenovierung war 2014/15, und man habe aus ihr ein "zauberhaftes, frisches und munteres Instrument gemacht", so Skoczowski. Hijoo Moon stammt aus Südkorea, sie studierte in Seoul unter anderem Dirigieren, Klavier, Theologie und Kirchenmusik. Seit 2008 ist die Künstlerin Domorganistin in Tromsö. Sie zauberte glanzvolle Töne aus der kleinen Orgel in Wohnfeld. Die gespielten Werke waren abwechslungsreich und aufregend, beschwingt und flott. Mal hörte es sich an wie fallende Wassertropfen, mal tanzten die Töne förmlich. Von einer großen Domorgel zu einer kleinen einmanualigen Orgel ist ein großer Sprung. Doch hatte man das Gefühl, dass die Künstlerin eine Domorgel bespielte. Stefan Mense, Ehemann der Künstlerin, bot ein Solo in italienischer Sprache. Das Publikum applaudierte begeistert.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare