A 49

"Ganzheitlich betrachten"?

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In einer gemeinsamen Pressenotiz erklären Homberger CDU, SPD und Freien Wähler, beim A 49-Ausbau sei eine ganzheitliche Betrachtung wichtig. Nach ihrer Meinung berücksichtige der Protest nicht die von CDU, SPD und Freien Wählern durch den Ausbau prognostizierten wirtschaftlichen Vorteile. Sie bedauern zwar, dass "die Trassenführung durch heimische Wälder führt", aber für diese kapitalistischen Parteien und Wählergruppierung steht der Mammon Geld weiterhin über dem Erhalt notwendiger Lebensgrundlagen.

Die jetzige Trassenplanung für die A 49 führt übrigens nicht nur durch heimische Wälder, sondern auch durch Trinkwasserschutzgebiet und wäre heute, auch nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts nicht mehr genehmigungsfähig. Des Weiteren war damals vom bedrohlichen Klimawandel, dessen Abschwächung/Verhinderung auch eine massive Verkehrswende notwendig macht, noch kaum die Rede.

Um diesem Klimawandel mit massiven Folgen für die Welt und unser Leben tatsächlich entgegenzutreten, sind schnelle Veränderungen unserer Überfluss- und rücksichtslosen Gesellschaft notwendig … Jede/r von uns produziert zu viel Dreck, Müll und Rücksichtslosigkeit, konsumiert im Überfluss. Aber auch Homberger CDU, SPD und Freie Wähler glauben (glauben heißt nicht wissen): Weiter so! "Erst wenn der letzte Baum gerodet, der letzte Fluss vergiftet, der letzte Fisch gefangen, wird festgestellt, dass man Geld nicht essen kann." (Indianer-Weisheit der Cree)

Die Umwelt retten heißt: Kapitalistisches Gedankengut überwinden.

Wird schon schiefgehn!

Jo Biermanski, Alsfeld

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