Auf dem Friedhof entstehen Areale für Sternenkinder und Bestattungen unter Bäumen. FOTO: RS
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Auf dem Friedhof entstehen Areale für Sternenkinder und Bestattungen unter Bäumen. FOTO: RS

Friedhofshalle wird barrierefrei

  • Rolf Schwickert
    vonRolf Schwickert
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Mücke-Nieder-Ohmen(rs). Nach jahrelangen Planungen für einen barrierefreien Zugang zur Friedhofshalle zeichnet sich nun eine Lösung ab. Nachdem sich die Mitglieder des Ortsbeirates über die Art der Lösung für die rund 16 Meter lange Rampe einig geworden waren, wurde nunmehr noch eine Zuschussmöglichkeit über das Land bekannt.

Ein Großteil der Maßnahme kann so übernommen werden, eine Entscheidung steht aber noch aus. Dann würde auch der Einbau übernommen, so dass der ansonsten in vielen anderen Projekten sehr eingebundene Ortsbeirat wenigstens an diesem Punkt entlastet ist. In der letzten Sitzung des Ortsbeirates wurde auch darüber informiert, dass man auf dem Friedhof jetzt auch einen Platz für Sternenkinder ausgesucht hat. So werden Kinder bezeichnet, wenn sie vor, während oder kurz nach der Geburt verstorben sind. Angelegt werden soll die Fläche in der Nähe eines vorhandenen Kindergrabes.

Dafür soll das Areal noch eingeebnet werden. Außerdem wird ein Wäldchen für Bestattungen angestrebt, indem man Bäume setzt, und es soll eine Fläche für Sargrasengräber geben.

Zu den immer mehr nachgefragten pflegeleichten Bestattungsformen in Rasenflächen wies Ortsvorsteher Jörg Matthias auf Umstände hin, die einen "fast zum Verzweifeln bringen". Denn auf den in das Gras eingelassenen Platten der Urnenrasengräber werden von Hinterbliebenen immer wieder Gegenstände (Bilder, Vasen, Blumen) abgestellt. Das hat zur Folge, dass der Gemeindemitarbeiter nicht ohne Abräumen mähen kann.

Im Ortsbeirat wurde beraten, wie man dem Problem begegnet und war sich einig, dass es keine Zeit des Schmückens geben sollte. Das könne bedeuten, dass dann die Fristen überschritten werden und das Problem für den Gemeindemitarbeiter bestehen bleibt. Besser sei es, das Schmücken zu verbieten. Wie emotional das Thema "Schmücken oder nicht Schmücken einer Grabstätte" sein kann, das berichtete ein Mitglied des Ortsbeirates. Er habe mehrfach Bürger auf dem Friedhof auf das nicht erlaubte Schmücken der Rasengräber angesprochen und auch schon aggressive Reaktionen geerntet.

Im vergangenen Jahr war es bundesweit zum Auftreten des Schmetterlings Eichenprozessionsspinner gekommen. Die Brennhaare der Raupe können bei Menschen allergische Reaktionen auslösen. Die Härchen behalten ihr toxisches Potenzial über lange Zeit, sie werden auch leicht durch den Wind über eine größere Distanz verbreitet.

Dieses Problem betrifft in Ober-Ohmen unter anderem eine Ruhebank oberhalb des Ortes. Das von einem Ortsbürger gespendete Ü 60-Bänkchen kann nicht mehr benutzt werden, weil sich der Eichenprozessionsspinner eingenistet hat. Im Ortsbeirat wurde im Umfeld des derzeitigen Standplatzes kein alternativer Aufstellort gefunden, weil dort oben nur Eichen wachsen.

Baum pflanzen für Weihnachtsmarkt

So ein Problem besteht auch in Atzenhain nahe der Grillhütte, wo der Ausgangspunkt des Kontaktes wenigstens 20 Meter entfernt ist, aber trotzdem lösen die vom Wind verwehten Härchen noch Beeinträchtigungen aus.

Zum Weihnachtsmarkt gehört ein stattlicher Weihnachtsbaum. Der war seither immer frisch geschlagen und aufgestellt worden.

Beim letzten Baum hatten Freiwillige aus dem Ortsbeirat trotz Schleppereinsatzes und der Verwendung eines großen Hängers einen halben Tag benötigt, um den Baum zu schneiden, zu verladen, zu transportieren und aufzustellen. Das Aufstellen war zudem nur mithilfe eines Radladers möglich. Diese Arbeit wollen sich die Aktiven sparen, indem man einen Baum pflanzt und ihn dann jährlich nur noch zu schmücken braucht. Vorgesehen ist der Kauf einer bereits zwei bis drei Meter hohen Weißtanne. Dafür wird mit Kosten von 200 bis 250 Euro gerechnet.

Der Kauf eines Baumes zur Pflanzung wurde im Ortsbeirat einstimmig beschlossen. Zusätzlich könnte man den Brunnen als Basis für einen Adventskranz nutzen, eventuell mit Beleuchtung. Was die Aktiven des Ortsbeirates als Verbesserung werten, könnte bei potenziellen Spendern eines einmaligen Weihnachtsbaumes für Bedauern sorgen. Dort, wo der letztjährige Baum geholt wurde, war man mit dem Fällen sehr zufrieden. Zudem sei alles wieder ordentlich aufgeräumt worden, berichtete der Ortsvorsteher.

Brunnen hat hohe Wasserverluste

Über Wasserverluste am Brunnen vor dem Rathaus wurde erneut gesprochen. Der mutmaßliche Verlust von über 100 Kubikmetern könne auch nicht dem heißen und trockenen Sommerangelastet werden, war man sich im Ortsbeirat einig.

Zum einen will man nach möglichen Leckagen schauen, zum anderen ist im Gespräch, die Laufzeiten auf die Zeitfenster zu beschränken, in denen es auch potenzielle Betrachter gibt.

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