Nach einem halben Jahr Bauarbeiten wird die Kreisstraße von Hainbach nach Rülfenrod wieder freigegeben. Bürgermeister Bott (2. v. l.), daneben 1. Kreisbeigeordneter Dr. Jens Mischak und Bevollmächtigter Ulrich Hansel von Hessen Mobil. FOTO:JOL
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Nach einem halben Jahr Bauarbeiten wird die Kreisstraße von Hainbach nach Rülfenrod wieder freigegeben. Bürgermeister Bott (2. v. l.), daneben 1. Kreisbeigeordneter Dr. Jens Mischak und Bevollmächtigter Ulrich Hansel von Hessen Mobil. FOTO:JOL

Freie Fahrt bei Otterbach

  • Joachim Legatis
    vonJoachim Legatis
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Nach einem halben Jahr Bauzeit ist am Donnerstag die Kreisstraße zwischen Hainbach und Rülfenrod wieder für den Verkehr freigegeben worden. Für 1,23 Millionen Euro wurden die Fahrbahn saniert und eine Wasserleitung erneuert. Zudem verlaufen nun Leerrohre für Glas- faser neben der Strecke.

Nun ist die Straße zwischen Hainbach und Rülfenrod wieder frei, ein halbes Jahr und 1,23 Millionen Euro waren nötig, um die stark ramponierte Strecke wieder instand zu setzen. Allerdings brauchen Autofahrer in den nächsten zwei Wochen noch etwas Geduld. Denn die letzten Leitplanken müssen montiert und die Fahrbahnmarkierungen aufgebracht werden, wie Ulrich Hansel von Hessen Mobil sagte. Dafür reiche eine halbseitige Sperrung in den betreffenden Bereichen aus.

Damit ist eine der "schlechtesten Strecken im Vogelsbergkreis" saniert, wie Erster Kreisbeigeordneter Dr. Jens Mischak sagte. Er betonte, dass zu den Sanierungskosten 700 000 Euro Förderung vom Land Hessen kam. Die Arbeiten an der 3,8 Kilometer langen Strecke sind das größte Straßenbauprojekt des Jahres. Der Kreis ist für rund 300 Kilometer Straßen zuständig.

Mit den Arbeiten wurde Ende April begonnen, mit der Ausführung durch die Baufirma war Hansel sehr zufrieden. Die Fahrbahn der Kreisstraße war allgemein in keinem guten Zustand. Dies zeigte sich dort insbesondere an starken Verdrücken, an zahlreichen Rissen und am Substanzverlust der Asphaltdecke. In Teilbereichen entsprach der Fahrbahnaufbau nicht mehr den Anforderungen im heutigen Straßenverkehr.

Als Gemeinschaftsmaßnahme des Vogelsbergkreises und der Gemeinde Gemünden erfolgte daher eine Erneuerung des Streckenabschnitts. Die Gemeinde hat im Zuge der Maßnahme ihre Wasserleitung zwischen Otterbach und Rülfenrod neu verlegt. Dafür sind rund 250 000 Euro notwendig, wie Bürgermeister Lothar Bott erläutert. Weil es keine Zuschüsse gibt, müssen die Kosten für die neue Wasserleitung auf die Gemündener umgelegt werden. Künftig sei mit weiteren Baumaßnahmen an den alten Leitungen zu rechnen. Bott lobte das Planungsbüro und den Bauhof der Gemeinde für ihren Beitrag. Eine Überraschung ergab sich bei den Arbeiten als alte Bauschuttablagerungen entdeckt wurden, die erst entfernt werden mussten.

Die Fahrbahnen zwischen Hainbach und Otterbach sowie zwischen Otterbach und Rülfenrod wurden an beiden Seiten mit Rasengittersteinen befestigt. Im Hocheinbau kamen eine neue Asphalttrag- und Deckschicht hinzu. Hansel erläuterte, dass "zwölf Zentimeter Asphaltschichten auf die alte Fahrbahn aufgebracht wurden". Das bedeutet eine nachhaltige Instandsetzung der Straße entsprechend den heutigen Verkehrsverhältnissen. Dabei wurden auf der gesamten Baustrecke Leerrohre im Bankettbereich verlegt. Das erleichtert die Anbindung der Orte an das Glasfasernetz deutlich. Weil die Kreisstraße zwischen 4,7 und 5,2 Metern breit ist, war eine Vollsperrung zum Schutz der Bauarbeiter unerlässlich. Mischak und Hansel betonten, dass die Zusammenarbeit mit der Baufirma ausgesprochen gut gelaufen sei. Hansel erinnerte daran, dass Hessen Mobil im Auftrag des Kreises tätig war und hob das Engagement seiner Mitarbeiter hervor.

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