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Förderverein braucht neue Mitglieder

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Von: Hannelore Diegel

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Gemünden (eva). Kürzlich fand im Gemeindesaal in Nieder-Gemünden die Jahreshauptversammlung des Fördervereins der Diakoniestation Ohm/Felda statt. Vorsitzende Karin Deichert unterstrich die Bedeutung des Fördervereins. Auch im vergangenen Jahr habe man zusätzliche Dienste, die nicht refinanziert werden, aber für eine intensive Betreuung der Pflegebedürftigen notwendig sind, unterstützt.

Die Vorsitzende sprach in diesem Zusammenhang von »geschenkter Zeit« für die Mitarbeiter der Diakoniestation, die man bezuschusst habe.

Zu bedauern sei eine Stagnation oder gar ein Rückgang der Anzahl der Fördervereinsmitglieder. Die meisten Mitglieder waren bei der Gründung des Vereins Anfang der 90er Jahre eingetreten und weitere Neuzugänge waren im Laufe der Jahre nur spärlich zu verzeichnen. Demzufolge spiele die Alterstruktur bei der stetig sinkenden Mitgliederzahl eine nicht unwesentliche Rolle und sie bat darum, neue Mitglieder für den Förderverein zu werben.

Im Hinblick auf die immer weiter steigende Anzahl pflegebedürftiger Menschen könne man gerade in den Dörfern gemeinschaftlich mit den Fördervereinen einiges bewirken.

Es sei eine Balance zu halten zwischen der Zeit, dem Aufwand sowie der bezahlten Leistung, da in dieser Hinsicht die Regelungen mit den Krankenkassen sehr eng seien, bestätigte auch Pfarrerin Ursula Kadelka, Vorstandsvorsitzende der Diakoniestation Ohm/Felda. Daher sei man dem Förderverein sehr dankbar, der mit seinen jährlichen Zuschüssen einen wesentlichen Beitrag leiste. Wie Ursula Kadelka weiter informierte, sei inzwischen mit den Fördervereinen eine wichtige Übereinkunft zur Mitfinanzierung der Fahrzeuge getroffen worden, wie es auch zukünftig am Aufdruck an den Diakonie-Fahrzeugen zu sehen sein werde.

Jedes Jahr ein Minus

»Für diese Regelung sind wir sehr dankbar«, hob Ursula Kadelka hervor. Derzeit werden von den insgesamt 73 Mitarbeitenden 382 Klienten betreut, wobei die Entwicklung der Kundenanfragen leicht steigend ist. Wie in allen Betrieben und insbesondere bei den Pflegeeinrichtungen stelle die Umsetzung der Hygienebestimmungen in Zeiten von Corona nach wie vor eine große Herausforderung dar. Rechner Karl Pitzer stellte die Jahresrechnung vor. Der jährliche Förderbedarf für die Diakonie liegt weiterhin bei 3750 Euro. Angesichts der schwindenden Mitgliederzahlen stehe fest, dass jedes Jahr Tendenz steigend, ein Minus erwirtschaftet wird. Die Kassenprüfer Rainer Lindner und Sybille Georg bescheinigten eine einwandfreie Kassenführung. Zu neuen Kassenprüfern wurden Petra Henkel und Rudi Tribula gewählt.

Im Rahmen der Vorstandswahl wurden durch Wiederwahl bestätigt: Vorsitzende Karin Deichert, zweite Vorsitzende Monika Dreiucker, Rechner Karl Pitzer, Schriftführerin Helga Birk, Beisitzerinnen Birgit Ertl und Magdalena Pitzer und Beisitzer Herbert Kömpf und Willi Langhammer.

Ein großes Thema werde es für den Förderverein sein, wie man der stagnierenden oder gar sinkenden Mitgliederzahl entgegenwirken kann, um die finanzielle Unterstützung der Diakoniestation Ohm/Felda weiterhin gewährleisten zu können.

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