Von diesem Teil der Bahnhofstraße wird die Zufahrt zum neuen Lebensmittelmarkt nach links abgehen, rechts liegt das jetzt erworbene Grundstück. Es wird zum Teil genutzt, um den Bürgersteig auf 2,50 Meter Breite zu vergrößern. FOTO: RS
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Von diesem Teil der Bahnhofstraße wird die Zufahrt zum neuen Lebensmittelmarkt nach links abgehen, rechts liegt das jetzt erworbene Grundstück. Es wird zum Teil genutzt, um den Bürgersteig auf 2,50 Meter Breite zu vergrößern. FOTO: RS

Fläche für breiten Gehweg gekauft

  • Rolf Schwickert
    vonRolf Schwickert
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Gemünden(rs). Zur Umgestaltung des Bahnhofsumfeldes in Nieder-Gemünden hat die Gemeindevertretung einen wichtigen Schritt gemacht: Die Gemeinde wird das Grundstück Bahnhofstraße 30 erwerben, um so die nötige Fläche für den Ausbau der Straße und vor allem eines 2,50 Meter breiten Bürgersteiges zu haben.

Derzeit weist die Bahnhofstraße unterhalb des Kindergartens auf der dem neuen Lebensmittelmarkt gegenüberliegenden Straßenseite einen schmalen Gehweg auf. Dort soll der neue, 2,50 Meter breite Gehweg angelegt werden. Auf der anderen Seite ist von oben kommend ein schmaler, etwa 1,50 Meter breiter Gehweg vorgesehen, der nur ein kurzes Stücke über die Zufahrt zum neuen Netto-Markt hinausführen soll.

Die neue Fahrbahnbreite soll sechs Meter betragen, ohne den Zukauf weiterer Flächen sind nur 7,60 Meter Fläche vorhanden. Nachdem der Bauausschuss den Zukauf eines Grundstückes einstimmig empfohlen hatte, wandte Walter Momberger (BGG) bei der Gemeindevertretersitzung in der Mehrzweckhalle ein, die BGG habe eine andere Sichtweise.

Das zum Erwerb anstehende Grundstück sei ein Eckgrundstück, und entsprechend hoch seien die anteiligen Kosten bei einer Straßenerneuerung anzusetzen. Deshalb spreche sich die BGG gegen den Erwerb aus. Zudem werde wohl das seitherige Gewerbegebiet zwischen Burg- und Nieder-Gemünden demnächst von oben angeschlossen, sodass ein Schwerverkehr in der Bahnhofstraße kaum mehr zu erwarten sei.

Keine Fläche vom Supermarkt

Und das in Rede stehende Grundstück falle nach Umwidmen eines Grundstücksteiles für ein privates Bauvorhaben zu schmal aus. Momberger regte auch an, den Investor für den Nettomarkt anzufragen, ob er Fläche abgegeben könne.

Zu der letztgenannten Anregung informierte Bürgermeister Lothar Bott, der Investor könne keine Fläche abgeben, denn er sei wegen der vorgegebenen Parkplatzfläche gehalten, die gesamte Fläche zu nutzen. Zudem sei der deutliche Trend auszumachen, dass im ländlichen Raum auch Mietwohnungsgebäude nachgefragt werden. Dafür sei der Rest der Fläche Bahnhofstraße 30 gut geeignet. Vor Umwidmen eines Flächenteiles weist das Areal über 1500 Quadratmeter auf.

Jürgen Lutz wertete das verbliebene Grundstück als hochinteressant, denn es sei sehr zentral gelegen und der Preis günstig. Zudem biete der Ausbau auf der Seite des zu erwerbenden Grundstückes ein Maximum an Sicherheit für den zu erwartenden Fahrzeug- und Personenverkehr. Für die SPD schloss sich Lukas Becker den Ausführungen von Lutz an.

Bei Gegenstimmen aus der BGG wurde der Ankauf mehrheitlich beschlossen.

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