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Stefan Seibert dirigiert den Korb mit Luca Ebert zwischen den eng stehenden Häusern an die richtige Stelle. Der Mauersegler hängt an einem Faden der Unterdach-Folie fest.

Feuerwehr rettet Mauersegler

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Homberg (pm). Ein Bürger bemerkte kürzlich in der Altstadt von seinem Balkon aus einen festhängenden Mauersegler. Der Vogel hing am Dachgauben-Eck der ehemaligen Metzgerei Christ im "Gässchen" zwischen Marktstraße 22 und der Frankfurter Straße. Der nisthöhlensuchende Mauersegler war wohl in eine Lücke hinter dem Windbordblech eingedrungen und hatte sich an einem Faden, vermutlich aus der Unterdach-Folie, an Hals und Oberarm aufgehängt. Er zappelte noch ab und zu in dieser scheinbar aussichtlosen Situation.

Die Homberger Feuerwehr wurde von Willi Bernbeck von der NABU-Gruppe Homberg um Hilfe gebeten. Der stellvertretende Stadtbrandinspektor Stefan Seibert rückte mit Luca Ebert alsbald mit der Feuerwehr-Drehleiter an.

Luca Ebert schnitt dann vom Korb der Drehleiter aus den Faden vorsichtig durch, gab den Vogel in einen Karton und brachte ihn hinunter. Der Faden wurde im Karton anschließend von Willi Bernbeck vollständig beseitigt.

Zum Glück wurde der Segler sofort wieder munter und flatterte. In Anwesenheit aller beteiligten Retter startete er auf dem freiem Rathausplatz sofort von erhobener Hand, sackte einen Meter durch und flog zwischen Marktbrunnen und Rathaus dann aber mit Schwung hoch in den Luftraum Richtung Brauhausturm.

Alle Beteiligten waren erleichtert. Der NABU Homberg bedankte sich ausdrücklich bei der hilfsbereiten Feuerwehr. Diese nahm die technische Hilfeleistung für den Mauersegler als willkommenen Übungseinsatz.

Stadtbrandinspektor Thomas Stein betonte, dass solche Einsätze unter den besonders schweren Bedingungen in der engen und verwinkelten Altstadt eine gute Übung und notwendig seien, um in wirklichen Notfällen gezielt und sicher helfen zu können.

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