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Symbolfoto

Zwölf Flüchtlinge in Ermenrod

Feldatal (jol). Nun ist es raus: Zwölf Flüchtlinge kommen nach Ermenrod. In einer ehemaligen Ferienwohnung sind am Dienstag die Schutzsuchenden eingezogen, wie die Pressestelle des Kreises mitteilte.

Am Donnerstag, 8. Oktober, soll bei einem Treffen im Gemeinschaftshaus des Feldataler Ortsteils über die Folgen dieses Zuzugs gesprochen werden. Zu dem Treffen lädt die Gemeinde ein, wie Bürgermeister Dietmar Schlosser am Rande des offenen Forums "Feldatal aktiv" am Montag sagte. Für die Unterbringung der Flüchtlinge ist der Kreis zuständig.

Der Info-Abend soll der Information der Bürger dienen. Schlosser wies auch darauf hin, dass Vorbereitungen laufen, in einem Haus in Groß-Felda weitere 25 Flüchtlinge unterzubringen. Wann das geschehe, sei aber noch unklar. Bei dem Info-Abend wird wohl auch darüber gesprochen, wie die Flüchtlinge unterstützt werden können. Bislang gibt es keine Helfer vor Ort, wie eine Nachfrage bei Pro Asyl ergab. Konrad Rüssel verwies auf die "Runden Tische" in Alsfeld und Lauterbach, in anderen Orten gebe es solche Koordinationskreise nicht. Die Lage der Unterkunft sei für die Bewohner etwas schwierig, weil es in Ermenrod keine Einkaufsmöglichkeiten gibt.

Ralf Müller, beim evangelischen Dekanat Alsfeld für die Ausbildung von ehrenamtlichen Flüchtlingshelfern zuständig, regte an, zügig Fahrräder zu beschaffen, damit die Neuankömmlinge in der Gemeinde mobil sind. Er bestätigte, dass es noch keine Helfer vor Ort gebe.

Welche Diskussionen auf die Feldataler zukommen, deutete sich bereits am Montag im Forum zur demografischen Entwicklung an. Ein Teilnehmer meinte, es sei ja gut, wenn mehr Menschen nach Feldatal ziehen. Man solle aber auch über die Folgen für die Menschen in der Umgebung der Unterkunft sprechen.

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