Angrenzend an den Windpark Platte, von dem zwei Anlagen vorne zu sehen sind, sollen drei Windenergieanlagen gebaut werden. FOTO: JOL
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Angrenzend an den Windpark Platte, von dem zwei Anlagen vorne zu sehen sind, sollen drei Windenergieanlagen gebaut werden. FOTO: JOL

Wenig Kritik am Windpark

  • Joachim Legatis
    vonJoachim Legatis
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Feldatal(jol). Eine weitere Hürde für den Windpark Eckmannshain bei Feldatal-Stumpertenrod ist genommen. Die öffentliche Auslage der Planunterlagen verlief "eher unspektakulär", wie Bürgermeister Leopold Bach mitteilt. Innerhalb der Frist sei lediglich die Stellungnahme einer überregionalen Naturschutzinitiative bei der Gemeinde eingegangen.

Die öffentliche Auslage bietet Windpark-Kritikern eine Gelegenheit, Probleme aufzuzeigen und Änderungen einzufordern. Dabei werden die Planunterlagen einige Wochen im Rathaus ausgelegt, jeder kann sie einsehen und Bedenken formulieren - eine Form von Bürgerbeteiligung.

300 000 Euro für die Gemeinde

Die Unterlagen betreffen drei Anlagen im Waldbereich zwischen dem Naturdenkmal "Dicke Steine" und der Straße nach Ulrichstein-Helpershain. Dabei sollen an die Gemeinde rund 300 000 Euro zusätzlich fließen. So hat Windpark-Projektierer iTerra zugesichert, die vereinbarte Pacht anzuheben. Eine Anlage steht im Gemeindewald, dafür sollen jährlich 60 000 Euro bezahlt werden statt der bislang angesetzten 50 000 Euro.

Das allein mache über die Laufzeit von 20 Jahren einen Mehrerlös für die Gemeinde von 200 000 Euro aus. Hinzukommen noch weitere Beträge, die aufgestockt wurden. Bach geht von einem Mehrerlös von 300 000 Euro aus.

Die Projektierungsgesellschaft will drei Anlagen vom Typ Vestas V 150 mit einer Nabenhöhe von 166 Metern und einer Leistung von jeweils 4,2 Megawatt aufstellen. Die Anlagen halten einen Abstand von 1600 Metern zu Stumpertenrod und 1700 Metern zu Ulrichstein ein.

Weiterhin offen ist, ob ein Teil der Ausgleichsmaßnahmen auf Gemeindeflächen geleistet wird, was zu weiteren Vorteilen führen würde. Zu den Ausgleichsmaßnahmen hat Bach keine neuen Informationen. Hintergrund sind die vorgeschriebenen Umweltmaßnahmen, um die Eingriffe für die Anlagen durch den Wegebau in dem Wald auszugleichen.

Die Ausgleichsmaßnahmen für den Bau der drei Anlagen werden weitgehend im Bereich Mücke laufen, um die Rotmilane dorthin zu locken. Auf Kritik von Gemeindevertretern hat iTerra zugesagt, Ausgleichsmaßnahmen auch zugunsten der Gemeinde Feldatal zu prüfen, die Abstimmung mit dem Regierungspräsidium läuft offenbar noch.

Unklar ist, ob der Zeitplan für den Windpark eingehalten wird. Noch im Sommer vergangenen Jahres war iTerra-Projektleiter Frank Sauvigny davon ausgegangen, der Windpark könne Ende 2020 eröffnet werden.

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