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Über 100 Besucher haben sich zum Gottesdienst auf dem Steinküppel zwischen Kestrich und Windhausen eingefunden.

Unter dem lichten Blätterdach

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Feldatal-Kestrich (hso). Bei den drei Kirchengemeinden Groß-Felda, Kestrich und Windhausen hat es schon eine lange Tradition, bei schönem Wetter Christi Himmelfahrt mit einem gemeinsamen Gottesdienst auf dem Steinküppel zwischen Kestrich und Windhausen zu feiern. Dann bleiben die Kirchen geschlossen und die Gottesdienstbesucher sitzen im Schatten der Blätter von mächtigen Buchen auf den umliegenden Felsblöcken und Buchenstämmen.

Dabei ist festzustellen, dass es jedes Jahr mehr Besucher werden. In diesem Jahr waren es deutlich über 100 Teilnehmer, was aus Sicht vieler Betrachter ein deutliches Zeichen dafür ist, dass die traditionellen Kirchenmauern nicht mehr in dem Maße gefragt sind wie sich das so mancher Pfarrer oder Pfarrerin wünscht.

Vielleicht seien andere Gottesdienstformen und auch Inhalte der Weg, um die Menschen, besonders auch die junge Generation, anzusprechen und für "Kirche" zu begeistern und zu gewinnen. Ein Holzkreuz, von Mitgliedern der Kirchengemeinde Kestrich erbaut, schmückte den Gottesdienstplatz. Pfarrer Jürgen Pithan aus Brauerschwend, der das erste Mal auf dem Steinküppel einen Gottesdienst hielt, begrüßte die Besucher aus den drei Kirchengemeinden und auch aus den Gemeinden des Gruppenpfarramtes.

Die Bläser des evangelischen Posaunenchores Groß-Felda unter der Leitung von Daniel Roth hatten wieder die musikalische Begleitung des Gottesdienstes unter freiem Himmel übernommen. Auch das Wetter meinte es gut mit den Besuchern, die Sonne schien vom Himmel und durch das lichte Blätterdach der mächtigen Buchen.

Nach einer Eingangsmusik und dem Choral "Die güldene Sonne" hörte man zunächst einem Meditationstext von Pfarrer Pithan zu und er stellte an die Besucher die Frage: "Wo ist Gott eigentlich zu finden?" Im Himmel, in der Natur oder in der Kirche? Die Antworten waren vielfältig und er fand sie unter anderem in einem Text von König Salomon bei einer Tempeleinweihung. Weitere Choräle wurden gesungen und in seiner Predigt ging Pithan auch auf die Bedeutung von Christi Himmelfahrt ein. Eigentlich könne man dieses Ereignis nicht erklären, aber die Bibel erkläre es Menschen immer wieder mit Bildern und Gleichnissen.

An dieser Stelle nahmen die neuen Konfirmanden des Jahrganges 2019/2020 die Möglichkeit wahr, sich der versammelten Gemeinde kurz vorzustellen. Über zwanzig junge Menschen werden auf den Weg bis zu ihrer Konfirmation vorbereitet. Nach dem "Vaterunser" und mit dem Choral "Möge die Straße uns zusammenführen" beendete man den Gottesdienst.

Der Posaunenchor spielte noch das alte Volkslied "Im schönsten Wiesengrunde" und die Klänge der Musik wurden vom Wind weit über das Feldatal getragen und erfreuten somit auch manchen Wanderer und die Daheimgebliebenen.

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