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An der B 49 zwischen Schellnhausen und Ermenrod könnte rechts der Straße ein Gewerbegebiet entstehen, wie Gemeindevertreter bei einer Ausschusssitzung überlegen.

Suche nach Gewerbegebiet

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Feldatal (jol). Mit den Großen wie Alsfeld und Mücke kann Feldatal nicht mithalten, will aber dennoch seine Chance auf Ansiedlung von Unternehmen nutzen. Weil die Gewerbeflächen knapp werden, machen sich die Gemeindevertreter auf die Suche nach einem geeigneten Areal, wo sich kleine und mittlere Unternehmen ansiedeln könnten. Beantragt hat dies Timo Wagner. Nun hat sich der Bauausschuss drei Flächen bei Ermenrod genauer angeschaut.

Als großer Vorteil wird bei allen Flächen gesehen: Die Grundstücke liegen an der Bundesstraße 49 Alsfeld-Gießen, eine bessere Verkehrsanbindung hat die kleine Landgemeinde nicht zu bieten. Ein Hintergrund der Suche ist, dass am Ortseingang von Groß-Felda eine Freiflächen-Fotovoltaikanlage errichtet wird. Dann bleibt nur ein Teilbereich des dortigen Gewerbegebiets übrig, der im Überschwemmungsgebiet liegt - alles andere als optimal für Gewerbe. Andere Gewerbebereiche bei Ermenrod und Köddingen haben keine gute Verkehrsanbindung. Die Ausschussmitglieder und Bürgermeister Leopold Bach trafen sich zunächst auf einem Grundstück zwischen Ermenrod und Schellnhausen.

Fläche sollte an B 49 sein

Besonders geeignet für Firmen ist wohl eine nicht so stark geneigte Fläche unweit der ehemaligen Gaststätte bei Schellnhausen. "Das ist ein Bereich, der etwas ebener ist als das Gelände in Richtung Ermenrod", erläuterte Vorsitzender Hans-Werner Völzing. Da seien dann die Kosten für das Nivellieren niedriger. Das Gebiet liegt in Richtung Wald, auf der anderen Seite der Bundesstraße ist Überschwemmungsbereich und deshalb kaum nutzbar.

Ein weiteres Grundstück, das infrage kommt, liegt auf der Kuppe an der Bundesstraße, etwa einen Kilometer außerhalb in Richtung Ruppertenrod. Auch dabei wird die Lage als recht günstig eingeschätzt, zumal das Gelände nicht so steil ist. Zudem verläuft dort eine Erdgas-Fernleitung, das könnte eventuell ein Vorteil sein. Das dritte Areal liegt näher an Ermenrod, nahe einer Scheune schräg gegenüber der Greifvogelwarte. Das hätte Vorteile für die Anbindung ans Kanalnetz.

Nach Angaben Völzings ist eine Fläche von etwa zwei Hektar in der Diskussion, mehr sei bei einer kleinen Gemeinde nicht sinnvoll. Der Ausschuss vereinbarte mit Bürgermeister Bach, dass er eruiert, welche Fläche am besten für ein Gewerbegebiet geeignet ist. Dabei wird die Bauabteilung des Gemeindeverwaltungsverbands eingebunden. Zudem will man einen Ausschusstermin mit dem Planer der Gemeinde, Geisler, machen, wie Völzing berichtete.

An dem Ortstermin des Ausschusses nahm auch Michael Schneider, Vorsitzender des Gewerbevereins, teil. Er freute sich über die Diskussion, denn es sei gut, wenn die Gemeinde einem Interessenten von außerhalb ein Angebot machen kann.

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