Bürgermeister Leopold Bach und Martin Kern vom Gemeindevorstand schauen bei der Montage der Solarstromanlage auf der Kläranlage vorbei. FOTO: PM
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Bürgermeister Leopold Bach und Martin Kern vom Gemeindevorstand schauen bei der Montage der Solarstromanlage auf der Kläranlage vorbei. FOTO: PM

Solarstrom rechnet sich

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Feldatal(jol). Passender hätten die äußeren Bedingungen kaum sein können: Bei strahlendem Sonnenschein installierten Monteure die Module der neuen Solarstromanlage auf dem Betriebsgebäude der Kläranlage Schellnhausen. Es wird eine überaus rentable Anlage, wenn die Wirtschaftlichkeitsberechnung stimmt. Knapp 200 000 Euro soll das Dachkraftwerk in den nächsten 20 Jahren einspielen.

Dabei sind die rund 45 000 Euro Investition, Eigenverbrauchsabgabe und eine Pauschale für die Wartung schon berücksichtigt. Denn man wird den Strombedarf der Kläranlage zu 86 Prozent decken können, wie Bürgermeister Leopold Bach aus der Berechnung zitiert. Teurerer Strom des hiesigen Energieversorgers für den Betrieb der Anlagen in der Kläranlage wird ersetzt durch günstig selbst erzeugten. Etwa 250 000 Euro niedriger soll dadurch die Stromrechnung der Kommune ausfallen. Nur ein kleiner Teil des Stroms wird in das über-regionale Netz eingespeist. Die Anlage mit einer Leistung von 46 Kilowatt-Peak soll pro Jahr 915 Kilowattstunden pro Kilowatt-Peak erzeugen.

518 Tonnen Kohlendioxid sollen über die Betriebsdauer eingespart werden. Dieser Tage wurden die Module auf dem Betriebsgebäude installiert. Nun stehen die Anschlussarbeiten an. Ein Wechselrichter muss noch aufgebaut werden, wie Bach erläutert. Er geht davon aus, dass die Anlage Ende April den Betrieb aufnimmt.

"Das ist eine extrem rentable Anlage für die Gemeinde", freut sich der Bürgermeister. Sie ist ein weiterer Bestandteil des Sparkurses in der Gemeinde, um endlich wieder finanziell handlungsfähiger zu werden.

Ein weiterer Baustein wird die geplante Fotovoltaikanlage auf der Feldahalle sein. Sie soll das Rathaus und die Halle mit Strom versorgen.

Die Investition soll noch mit dem Berater der "Klima-Kommunen" abgesprochen werden. Dabei will Bach erfahren, ob Fördermöglichkeiten bestehen. Immerhin wird der Aufwand auf 60 000 Euro geschätzt.

Die Planungen für die Anlage auf dem Kläranlagendach laufen bereits länger. 50 000 Euro für die Investition waren bereits im Vorjahr im Haushalt ausgewiesen. Die Ausschreibung hat die Bauabteilung des Gemeindeverwaltungs-Verbands GVV betreut. Das günstigste Angebot legte eine Firma aus der Schwalm vor, die beauftragt wurde, wie Bach sagt.

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