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Ranzengarde stürmt Rathaus

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Von: Herbert Schott

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Mit Ranzengarde, Tanzgruppen und Prinzenpaar stürmt der Knuts Hut Club das Rathaus. © Herbert Schott

Feldatal (hso). Mit dem Rathaussturm begann für die Narren des KHC endlich die heiße Phase der Faschingskampagne. Ranzengarde, Prinzenpaar, Elferrat und Garden des KHC übernahmen am Sonntag die Macht in der Verwaltung, um die Regentschaft über Feldatal zu übernehmen. Bernd Klaus, Oberleutnant der »Berittenen Gebirgsmarine zu Fuß«, und die Kanoniere schossen mit der Kanone eine Konfettisalve ab, um den Bürgermeister gefangen zu nehmen.

Leopold Bach schwenkte aus dem Fenster der oberen Etage zum Zeichen der Aufgabe eine weiße Fahne. Es dauerte nicht lange bis die Gardisten das Gebäude durchsucht hatten und dem närrischen Publikum ihren Gefangenen präsentierten.

Prinz Rüdiger I. und Prinzessin Bettina I. begrüßten die vielen Teilnehmer. Sie versprachen, dass es unter ihrer Regentschaft nur aufwärts gehen könne. Ihr Resümee: »Endlich ist es wieder soweit und die schlimme Zeit mit dem Feind ›Covid 19‹ ist vorbei. Er hatte es die vergangenen Jahre nicht gut mit uns gemeint, aber wir Narren hatten immer den Mut und gaben nicht auf. Wir haben es geschafft und nun können wir endlich wieder Fasching feiern. Den Bürgermeister holen wir heute aus dem Rathaus und nehmen ihn gefangen. Jetzt hat er bis Aschermittwoch Zeit, um nachzudenken, was er noch alles besser machen kann. Die Steuern und Beiträge runter, das wäre gut, aber dazu fehlt ihm wohl etwas der Mut. Wir Narren regieren jetzt aber frank und frei und genießen die Zeit unserer Regentschaft in vollen Zügen.«

Am Aschermittwoch sei Bach wieder frei und könne sich weiter zum Wohle des Feldatal engagieren. Dann hatte der »Gefangene« das letzte Wort, bevor er für die nächsten Wochen in den Kerker musste. Er betonte, dass sich seit seiner Regentschaft im Feldatal viel getan habe und er bot den nun regierenden Narren für die kommenden närrischen Tage weiter seine Hilfe an.

Man habe im Feldatal den Klimawandel im Blick und baue Fotovoltaik-Anlagen auf die Dächer, mit IKEK wolle man das Dorfbild verschönern, sagte Bach. Im Freibad grinse seit Sommer ein Pinguin aus dem Planschbecken und eine Rutsche wurde installiert, im Sand könne man Volleyball spielen und am Kiosk köstliches Eis schlecken. Spielplätze und Wanderwege seien in Schuss und sorgen auch bei den Gästen im Feldatal für positive Bilder.

Er lobte den Bauhof, die Feuerwehren und auch die Gründung einer »Senioren-Kommision«. Eigentlich ist in seiner Regentschaft richtig viel gelungen, meinte der Gefangene ohne jede Selbstkritik. Er sprach von der Hoffnung, dass es weiter im Feldatal aufwärts gehe. Zum Schluss seiner Verteidigung nach der Gefangennahme bat Bach die Bevölkerung, dies bei der anstehenden Wahl eines Bürgermeisters zu honorieren und das Kreuz an die richtige Stelle zu setzen. »Ich will auf jeden Fall gerne weitermachen und bin bereit, noch mehrere Jahre in der närrischen Zeit in den Kerker des KHC zu gehen.«

Dem Prinzenpaar übergab Bach den Schlüssel der Verwaltung und, wie könnte es anders sein, eine leere Gemeindekasse. Das Prinzenpaar lud zur « Fealler Hutnoacht« in die Feldahalle ein, die am 3. und 4. Februar unter dem Motto »Zirkus« stattfindet. Der Senioren Fasching findet dann am 12. Februar statt und der Kinder Fasching wird am 21. Februar gefeiert.

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