Bürgermeister Bach im "Trabi", David Schneider (Freie Jugendinitiative), Martin Darmöller (TV/VFR) sowie die Musiker Jürgen Litzka und Günter Seim. FOTO: HSO
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Bürgermeister Bach im "Trabi", David Schneider (Freie Jugendinitiative), Martin Darmöller (TV/VFR) sowie die Musiker Jürgen Litzka und Günter Seim. FOTO: HSO

Partnerschaftsfest abgesagt

  • vonHerbert Schott
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Feldatal(hso). Nun ist es amtlich. Die geplanten Festveranstaltungen rund um den 3. Oktober sind endgültig abgesagt. Den Rahmen des Fealler Bauernmarktes nutzten die Veranstalter des geplanten Musikgroßereignisses, um der Öffentlichkeit mitzuteilen, dass die diesjährige Kirmes mit ihren Angeboten und auch das Jubiläumstreffen zu 30 Jahren Partnerschaft zwischen Feldatal, Friedrichswerth/Thüringen und Förtha in diesem Jahr wegen der Corona-Krise nicht stattfinden können.

Standesgemäß war ein Teil der Veranstalter mit einem alten Trabi vor die Gemeindeverwaltung gefahren, wo Bürgermeister Leopold Bach die Nachricht mit viel Wehmut verkündete. Er teilte aber den enttäuschten Bürgern mit, dass die vorgesehenen Festtage im kommenden Jahr nachgeholt werden.

Eigentlich war für Freitag, den 2. Oktober ein Disco- Abend in der Feldahalle vorgesehen. Am 3. Oktober, dem Tag der Deutschen Einheit sollte es ein Salzekuchen-Essen geben, und am Sonntag, dem 4. Oktober, im Rahmen eines Festgottesdienstes ein Frühschoppenkonzert mit zünftiger Blasmusik, so die Vorsitzenden des TV/VFR, Martin Darmöller, und David Schneider von der Freien Jugendinitiative. Dafür sollte auf die Feier zum "Fealler Wasn" verzichtet und die Bühne für das Partnerschaftstreffen frei gemacht werden, betonten beide Vorsitzenden übereinstimmend. Erste Kontakte zwischen den Feuerwehren Zeilbach und Förtha sowie der SPD Feldatal und der SPD Friedrichswerth Ende 1989 hatten am 23. Juni 1990 zu einer offiziellen Partnerschaft zwischen den drei Gemeinden geführt. Insbesondere die Mitglieder der Feldataler Vereine haben dazu beigetragen, dass viele Kontakte bis heute nicht abgerissen sind. Die Partnerschaft ist von einer erfolgreichen Zusammenarbeit gekennzeichnet, die aktuell vor allem von den Feuerwehren getragen wird. Dafür sollen die Besucher nun im kommenden Jahr ein Musikereignis der Superlative erleben. Auf der Bühne gibt es dann sogenannten "WOstrock" (West-, Mundart- und Ostrock) mit den über die Grenzen des Vogelsberges hinaus bekannten "Halb 6" und der Gruppe "Bandsalad" (Ostrock trifft Westsound) um Jürgen Litzka.

Alternativen werden geprüft

Mit dabei ist dann auch die "Boygroup" aus Kirtorf, der Männergesangverein. Jürgen Litzka und Günter Seim von Halb 6 bedauern die Absage in diesem Jahr sehr, "denn es wäre nach einigen Monaten des Nichtstuns für alle beteiligten Musiker endlich wieder mal ein großer Auftritt mit einem echten Heimspiel gewesen". Die Idee zur Gründung der Gruppe kam Litzka beim Besuch des letzten Auftritts der "Puhdys" im Tivoli in Freiberg in Sachsen, erinnert er sich, und der Erfolg mit seiner Gruppe habe ihm recht gegeben, diesen Schritt zu tun. Er freut sich nun auf das Konzert im nächsten Jahr, denn "aufgeschoben ist schließlich nicht aufgehoben".

Die Plakate für die Veranstaltung in Groß-Felda am 2. Oktober 2021 sind schon gedruckt und der Vorverkauf in der "Getränke-Quelle" in Feldatal ist auch schon angelaufen. Mehr Informationen zu "Halb 6" und "Bandsalad" gibt es auf deren Internetseiten. Ob es für die ausgefallenen Veranstaltungen in diesem Jahr ein Alternativprogramm geben wird, das steht für die FJI und den TV/VFR noch nicht fest. Man wolle erst einmal bis zum 16. August warten und sehen, was eine mögliche neue Verordnung zu Corona-Maßnahmen bringt. Ideen zu möglichen Veranstaltungen sind schon da "und wenn etwas geht, dann werden wir natürlich die Bevölkerung informieren", so der abschließende Tenor der beiden Vereinsvorsitzenden.

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