Parlamente gegen Rassismus

  • Joachim Legatis
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Feldatal/Kirtorf(jol). Die Feldataler und Kirtorfer Politik unterstützt das hessische Plädoyer für ein solidarisches Zusammenleben. Die Parlamente schlossen sich dabei einer Resolution an, die von zahlreichen Vertretern gesellschaftlicher und politischer Institutionen verabschiedet worden ist.

Im Kern geht es um die Würde des Menschen, die in einer Demokratie zu schützen ist. Unter anderem heißt es dabei, "unsere Unterschiede und unsere kulturelle Vielfalt begreifen wir als Chance und Reichtum". Deutlich wird gegen Rassismus und Menschenfeindlichkeit Position bezogen. Kritisiert werden eine zunehmende "nationalistische Stimmung", Ausgrenzung und Entsolidarisierung. Das endet nicht an den Grenzen Deutschlands, wie es in der Resolution weiter heißt. "Wir setzen uns ein für ein offenes, demokratisches und solidarisches Europa, das der zunehmenden sozialen Ungleichheit stärker als bisher entgegen arbeitet. Wir verteidigen das Recht auf Leben und das Recht auf Schutz und Asyl." Zudem wird zum Widerspruch gegen Ausgrenzung, Rassismus und Antisemitismus aufgerufen. Auch soll Verantwortung für das koloniale Erbe übernommen werden.

Nicht zuletzt geht es um gutes demokratisches Miteinander, das Menschen mit Flucht- oder Migrationsgeschichte einschließt. Hetze wird indirekt verurteilt, indem die Resolution vorgibt, man schreite ein, "wenn die Grenzen des guten, fairen und demokratischen Miteinanders verletzt werden".

Unterzeichner der Resolution sind Vertreter des hessischen Landkreistags, des hessischen Städte- und Gemeindebundes, der Türkischen Gemeinde Hessen, der Diakonie Hessen, vom Landesverband der Jüdischen Gemeinden Hessen, dem Deutschen Gewerkschaftsbund Hessen-Thüringen, dem Kommissariat der Katholischen Bischöfe Hessen und dem Hessischen Flüchtlingsrat.

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