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Die Gruppe am Ort der Kreuzigung.

Ostern ist mehr als bunte Eier

  • vonHerbert Schott
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Feldatal-Stumpertenrod (hso). In der Osterwoche gab es für alle Kinder des »Kinderplanets« Stumpertenrod noch ein besonders Erlebnis. Bereits in den vergangenen Tagen hatte man sich in der Einrichtung mit dem Thema Ostern beschäftigt. Dabei ging es nicht nur um das »Symboltier«, den Hasen, und die vielen bunten Ostereier, sondern auch um Ereignisse aus Sicht der Christen in dieser Zeit.

Lieder wurden gesungen, Ostergeschichten wurden vorgelesen, und natürlich wurde auch viel Österliches für die Eltern gebastelt. Eine besondere Vorbereitung bedurfte jedoch der Besuch des Flensunger Hofs, wo die Kinder mit ihren Erzieherinnen bei einem Spaziergang auf dem Osterweg die Passionsgeschichte und besonders den Leidensweg von Jesus erlebten.

Wissenslücken der Kinder schließen

»Es ist nicht selbstverständlich«, so berichteten die beiden Erzieherinnen Andrea Wendland und Monika Schiewig, »dass die meisten Kinder überhaupt schon mal etwas über diesen Bereich von Ostern in ihrem persönlichen Umfeld gehört haben. Ostern ist halt nicht nur Ostereier und Geschenke, sondern auch das Leben und Leiden von Jesus. Und gerade im Kindergarten gehört dieses Thema natürlich auch in dieser Zeit zum Alltag.«

So machte man sich am Dienstag mit dem Feldataler Bürgerbus und einigen privaten Pkw auf nach Felsungen. »Ostern erleben« lautet das Motto des Osterweges rund um das Gelände am Flensunger Hof. Der Weg dort besteht aus acht Stationen, wo jeweils die Ereignisse der Passions- und Osterzeit mit Texten, Figuren und Bildern dargestellt sind. Vom Start, der Begrüßungsstation, marschierte die Truppe zu den sieben weiteren Stationen. Es begann mit dem Einzug von Jesus am Palmsonntag nach Jerusalem, man erreichte nach kurzer Zeit die Station »Abendmahl«. Dort zeigten die Kinder schon, was sie in der Vorbereitung so alles gelernt und gehört hatten. Fragen zum Thema von den Erzieherinnen wurden spontan beantwortet, und die Kinder hatten dabei richtig Spaß. Sie bekamen dort einen Zettel mit einem Bild des Abendmahls zum Ausmalen, und darauf war außerdem ein Rezept zum Backen eines Abendmahlsbrotes abgedruckt.

Weiter ging es zum »Garten Gethsemane«. wo Jesus verraten wurde. Dort konnten sie sich einen Becher mit Erde und einem Blumensamen füllen. Es folgte das Tribunal bei Pilatus, wo Jesus schließlich auf Wunsch des Volkes zum Tode am Kreuz verurteilt wurde. Der Weg zum Kreuz wurde im Anschluss gegangen. Das Kreuz war in der Originalgröße von vier mal zwei Meter nachgebildet.

Kinder basteln Holzkreuze

Symbolisch konnten sich die Kinder hier ein kleines Holzkreuz basteln. Man erreichte dann die Grabkammer, wo der verstorbene Jesus niedergelegt wurde und am Sonntagmorgen auferstanden ist. An allen Stationen bekamen die Kinder die eigentliche Geschichte dazu kurz vorgelesen, und überall hörten sie gespannt und aufmerksam zu. Die letzte Station, ein Blumenbeet in Herzform, symbolisiert die Auferstehung und das Fest der Freude. Nach einem rund ein Kilometer langen Fußmarsch war es Zeit, ein Picknick zu machen und sich noch einmal richtig auszutoben. Danach wartete der Bürgerbus, um die Kleinen wieder zurück nach Stumpertenrod zu bringen., wo es dann in dieser Woche noch mehr über Ostern zu erfahren gibt. Dann geht es in die Osterferien und in die Familien, wo es dann natürlich auch die Schokohasen und die Ostereier und auch weitere Geschenke gibt.

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