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Richtfest für ein Wohnhaus in Groß-Felda (v. l.): Günter Benda (Volksbank), Artur Fuss (A+L Bau), Generalunternehmer Andreas Euler sowie Stefan Wiederspahn (Volksbank).

Neun Wohnungen im Rohbau

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Feldatal (jol). Ein wenig ungewohnt ist die Umgebung doch noch, aber die Raumaufteilung steht schon fest. "Dort ist das Bad, da kommt das Wohnzimmer hin", sagt der Feldataler beim Rundgang in "seiner" Wohnung. Am Mittwoch war Richtfest im Mehrfamilienhaus der Volksbank Feldatal und einige künftige Bewohner nutzten die Gelegenheit, sich in der künftigen Wohnstatt umzuschauen. Bei leckerem Spanferkel und einer humorigen Ansprache von Vorstand Günter Benda saßen die angehenden Mieter im Trockenen, aber auf dem blanken Betonboden und zwischen noch unverputzten Wänden.

Wie berichtet, baut die Volksbank ein Haus mit neun Mietwohnungen, die barrierefrei gestaltet sind. Damit haben ältere Ortsbewohner die Möglichkeit, ihren Lebensabend in der gewohnten Umgebung zu verbringen, ohne fürchten zu müssen, die Beine machen das Treppensteigen nicht mehr mit. So mancher Neumieter verlässt einen Hof mit über 2000 Quadratmetern Grundstück.

Günter Benda lobte in seinem Richtspruch den guten Einsatz der Bauarbeiter und Handwerker. Der Rohbau sei von A+L Bau erstellt worden, moderne Gebäude mit ihrem Mix aus Steinen und Beton hätten eine andere Optik als früher. Einst sei es üblich gewesen, beim Richtfest den Bauherren erst den letzten Dachsparren suchen zu lassen und ihn dann auf eben diesem dreimal um den Bau zu tragen.

"Das wäre bei unseren 15 Mitarbeitern eine arge Last", witzelte Benda. Er freute sich, dass die Arbeiten unter Aufsicht von Generalunternehmer Andreas Euler aus Ermenrod termingerecht vorankommen. "Bis zum Jahresende ist hoffentlich alles überstanden", fügte Benda an.

Das Gebäude ist für einen ländlichen Ort wie Groß-Felda außergewöhnlich, wie am Rande des Richtfestes noch einmal deutlich wurde. Denn es ist für eine Bank viel rentabler, im Ballungsraum Rhein-Main zu investieren - was die Volksbank seit Jahren übrigens erfolgreich macht.

Der Bau in Groß-Felda wirft hingegen weniger Rendite ab, weil das Mietniveau deutlich niedriger ist, aber die Baukosten hoch. Immerhin rund 1,3 Millionen Euro investiert die Volksbank in das Gebäude. Deshalb war es für Bürgermeister Leopold Bach selbstverständlich, zu dem Richtfest zu kommen. Benda betont, die Bank wolle eine Aufwertung der Ortsmitte und attraktive Wohnungen für ihre Kunden.

Die neun barrierefreien Wohnungen, die dort entstehen, sind bereits reserviert, um im Winter bezogen werden zu können, sagt Vorstand Stefan Wiederspahn. Interessant sind die Wohnungen für ältere Menschen aus der Umgebung. Statt eines Kellers wird es Abstellräume auf den Etagen geben.

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