Die Bürgerliste Feldatal geht mit 19 Bewerbern in den Wahlkampf, wie bei der Versammlung in der Feldahalle entschieden wird. FOTO: JOL
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Die Bürgerliste Feldatal geht mit 19 Bewerbern in den Wahlkampf, wie bei der Versammlung in der Feldahalle entschieden wird. FOTO: JOL

Neue Kraft für das Parlament

  • Joachim Legatis
    vonJoachim Legatis
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Feldatal(jol). Mit großen Hoffnungen macht sich die Bürgerliste Feldatal auf den Weg in die Politik. Am Donnerstag stellten die Mitglieder der neuen politischen Kraft ihre Liste für die Kommunalwahl im März 2021 vor. Mit 19 Kandidaten, darunter fünf Frauen, geht die Wählergruppe ins Rennen. Neben politisch Unerfahrenen sind gestandene Parlamentarier wie Timo Wagner und Kevin Schott (bislang AUF), Ulrike Zulauf (SPD) und Karl-Friedrich Dörr (CDU) dabei. Besonders wichtig ist den Aktiven, in engem Kontakt mit der Bevölkerung zu stehen. Ferner wandten sich Teilnehmer gegen lange Diskussionen im Parlament "und gegen Entscheidungen, ohne die Bürger zu fragen".

Grundlage der Arbeit ist ein Programm, das im Vorfeld der Gründungsversammlung erstellt wurde. Darin wird unter anderem gefordert, Beschlüsse im Parlament nicht zu zerreden, sondern im Vorfeld zu diskutieren. Wichtig ist der Bürgerliste Familienfreundlichkeit mit günstigem Bauland sowie eine gute Infrastruktur. Chancen sieht man im Ausbau des Tourismus und bei der Netzwerkarbeit für mehr Arbeitsplätze. In den Dörfern sollen die Ortskerne gestärkt werden. Mit Blick auf den Beschluss der Gemeindevertretung, Feldatal in den Kreis der Klima-Kommunen zu bringen, spricht man sich für Maßnahmen in diesem Bereich aus. Dabei soll die Gemeinde weiterhin sparen.

Eine Debatte entspann sich an der Frage, wie man mit der FWG umgehen soll. Absehbar ist, dass nur noch zwei Gruppierungen bei der Kommunalwahl antreten. Hans-Joachim Gelhar forderte dazu auf, den Wahlkampf wörtlich zu verstehen und "Missstände von früher anzusprechen". Das lehnt Wagner ab, weil es um die Zukunft des ganzen Feldatals gehe. Karl-Friedrich Dörr wandte ein, dass die Bürgerliste auch Aktive umfasst, die bislang in anderen Gruppierungen aktiv sind. Ulrike Zulauf erinnerte daran, dass es seit zwei Jahren mit Bürgermeister Bach deutlich ruhiger geworden ist. Manuel Günzel warb für Gespräche mit der FWG.

19 Kandidaten

Die Kandidatinnen und Kandidaten auf der Bürgerliste sind: Timo Wagner (Groß-Felda), Lisa-Marie Schott (Groß-Felda), Karsten Bernhard (Kestrich), Manuel Günzel (Köddingen), Patricia Klein (Groß-Felda), Michael Scherpf (Groß-Felda), Kevin Schott (Zeilbach), Lukas Dörr (Stumpertenrod), Carolin Christ-Bröser (Ermenrod), Boris Jost (Groß-Felda), Philipp Stein (Zeilbach), Ulrike Zulauf (Groß-Felda), Jürgen Köhler (Ermenrod), Norbert Scherpf (Groß-Felda), Karl-Friedrich Dörr (Stumpertenrod), Jörg Sebastian Weiß (Groß-Felda), Falco Klaus (Groß-Felda), Enrica Geisler (Ermenrod) und Daniel Bröser (Ermenrod).

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