Mehrere Landesehrenbriefe zu Dorf-Jubiläum

Feldatal-Stumpertenrod (au). Hohe Ehrungen gab es am Samstagabend beim Festkommers anlässlich der ersten urkundlichen Erwähnung von Stumpertenrod vor 675 Jahren im Dorfgemeinschaftshaus.

Feldatal-Stumpertenrod (au). Hohe Ehrungen gab es am Samstagabend beim Festkommers anlässlich der ersten urkundlichen Erwähnung von Stumpertenrod vor 675 Jahren im Dorfgemeinschaftshaus. Landrat Rudolf Marx überreichte Ehrenbriefe des Landes Hessen an Karl-Friedrich Dörr, Hans-Werner Lack (beide Stumpertenrod) und Hans-Jürgen Schneider (Groß-Felda). In seiner Laudatio betonte Marx, dass Demokratie von unten lebe. Die Keimzelle sei die örtliche Gemeinschaft und in dieser hätten sich die Geehrten verdient gemacht. "Wir brauchen Menschen, die Initiativen ergreifen, die sehen, wohin sich ein Gemeinwesen entwickeln muss, damit es Zukunft hat und die bereit und in der Lage sind, dafür ehrenamtliche Verantwortung zu übernehmen", so Marx. Er zeigte sich erfreut, dass im Feldatal die Gemeinschaft noch in Ordnung sei, denn dies sei bei den zahlreichen Feierlichkeiten zum 675-jährigen Jubiläum in Stumpertenrod besonders deutlich geworden.

Auch in der Kommunalpolitik funktioniere dies noch, denn die Geehrten gehörten alle verschiedenen politischen Richtungen an. So engagiere sich Karl-Friedrich Dörr sei 25 Jahren als Christdemokrat im örtlichen Parteivorstand. Vier Jahre habe er im Ortsbeirat gearbeitet und seit 1989 gehöre er der Gemeindevertretung und zeitweise dem Gemeindevorstand an. Außerdem gehöre er seit 1996 dem Teilnehmervorstand der Flurbereinigung Stumpertenrod an. Seit dem gleichen Zeitpunkt ist auch Hans-Werner Lack (SPD) im Teilnehmervorstand vertreten. Ein Jahr später, 1997, wurde Lack in den Ortsbeirat Stumpertenrod und die Gemeindevertretung Feldatal gewählt, Gremien, denen er heute noch angehört. Mitglied im örtlichen Vorstand der Freien Wählergemeinschaft (FWG) sei Hans-Jürgen Schneider seit 1995. Von 1989 bis 1997 und von 2006 bis heute arbeite er im Ortsbeirat mit und seit 1999 bis heute auch in der Gemeindevertretung. Das Amt des Ortslandwirtes bekleide er seit 1997. "Die Geehrten haben für das Gemeinwesen uneigennützig und aus freien Stücken gearbeitet. Viele Initiativen tragen ihre Handschrift. Sie haben für die örtliche Gemeinschaft viel geleistet und mit der Aushändigung des Ehrenbriefes sagt das Land Hessen Danke.

Sie haben mit ihrem entschiedenen Handeln die Demokratie gestärkt und geholfen ihre Großgemeinde für die Zukunft gut zu rüsten. Möge ihr gutes Beispiel auch andere ermutigen, sich in den Dienst der Gemeinschaft zu stellen", so Marx.

Die höchste Auszeichnung der Gemeinde Feldatal, die Goldenen Ehrennadel mit Keramikkachel überreichte Bürgermeister Ernst-Uwe Offhaus mit seinem Nachfolger und jetzt noch 1. Beigeordneten Dietmar Schlosser an Dieter Graulich (Herbstein). Die Gemeinde würdige damit die langjährige ehrenamtliche Tätigkeit des ehemaligen Feldatalers und dessen Verdienste um die Gemeinschaft, sagte Offhaus in seiner Laudatio. Der Geehrte sei 16 Jahre für die SPD in der Gemeindevertretung, davon acht Jahre als Fraktionsvorsitzender, gewesen. Offhaus erinnert an interessante Begebenheiten bei den Sitzungen des Gemeindeparlaments und deren Ausschüsse. So habe in der Arbeit des Geehrten immer das Wohl der Gemeinde und seiner Bürger und nicht die Parteipolitik im Mittelpunkt gestanden. Offhaus hob auch die immer sehr spitze und scharfe Feder von Graulich bei dessen Berichterstattung über Sitzungen hervor. Dank und Anerkennung sprach er auch für dessen Arbeit bei Vereinen wie zum Beispiel Freiwillige Feuerwehr sowie Sport- und Schützenverein aus.

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare