Marode Brücke wird erneuert – Straße gesperrt

Feldatal-Köddingen (jol). Ohrenbetäubend ist der Bagger am Werk, mit einem massiven Hydrauklikhammer bricht der Fahrer Stücke aus der halbmeterdicken Bachmauer, schiebt die Brocken beiseite. Die Brücke über den Katharinenbach in Köddingen ist längst abgerissen.

Aber die Durchgangstraße muss bis Mitte Mai gesperrt bleiben, um die Baugrube zur Erneuerung der Stützmauer zu errichten. Und es ist erst der Anfang: Nach dem Neubau der Brücke an der Meicheser Straße wird die Ortsdurchfahrt erneuert.

Bei einem Ortstermin stellten am Freitag Vertreter des Kreises als Bauherr sowie vom Amt für Straßenwesen und Bürgermeister Schlosser die Baumaßnahme vor. Bereits gesperrt ist die Durchgangsstraße von Kestrich nach Helpershain, bis Mitte Mai bleibt die Strecke komplett gesperrt. Danach wird der Verkehr einspurig und mit Ampelschaltung an der Baustelle vorbeigeführt. Die Arbeiten sollen bis Mitte August andauern.

Beim Ortstermin erläuterte Kreis-Baudezernent Heinz Geißel, dass die Brücke an der Meicheser Straße bereits seit 2001 auf der Liste der dringend notwendigen Brückenbauten steht. Er freute sich, das nun die Gelder beisammen sind, um das marode Bauwerk zu erneuern. Besonders hob er den Einsatz von Landtagsabgeordnetem Manfred Görig hervor, der in Wiesbaden für Mittel gesorgt hat.

Reiner Weil, Chef von HessenMobil in Schotten, bezifferte die Baukosten auf 366000 Euro für den Kreis als Bauträger, hinzu kommen knapp 200000 Euro des Landes für den Ausbau der Gehwege und der Bachmauer, die Gemeinde Feldatal nutzt die Gelegenheit, um für 14400 Euro ein Stück Kanal zu erneuern und das Geländer an den Gehwegen zu verlängern. Weil verwies darauf, dass die Brücke seit Jahren in der Zustandsstufe 3 geführt wird, bei Stufe 4 muss sie für Schwerverkehr gesperrt werden. Die Straßenbrücken im Kreis werden alle drei Jahre geprüft, alle sieben Jahre ist eine Hauptprüfung dran.

Breitere Gehwege für Sicherheit

An den umliegenden Häusern sind Erschütterungssensoren angebracht, um zu vermeiden, dass die unvermeidbaren Vibrationen zu Schäden führen. Wie Ingenieur Joachim Vorwerk erläuterte, ist der Untergrund zum Teil reiner Fels, da übertragen sich Vibrationen besonders gut. Anstelle der sehr massiven Stützmauer wird auf etwa 15 Meter Länge eine Stahlbetonwand errichtet, um die Straße gegenüber dem Bach abzustützen.

Bürgermeister Dietmar Schlosser ergänzte, dass die Gemeinde die Bauarbeiten nutzt, um eine Stück Kanal in der Meicheser Straße zu erneuern. Zudem wird das Geländer im Bereich der Bushaltestelle neu errichtet. Er freute sich, das mit dem verbreiterten Gehweg künftig größere Sicherheit für Menschen auf dem Weg zur Bushaltestelle besteht. In den vergangenen Jahren ist in Feldatal viel für bessere Straßen gemacht worden. Mit den Baumaßnahmen in der Ortsdurchfahrt und der geplanten Erneuerung auf der Kreisstraße Groß-Felda in Richtung Romrod gehe es sehr gut für die Gemeinde vorwärts.

Für die Ortsdurchfahrt soll im Sommer Baurecht vorliegen, so Reiner Weil. Dann müsse man nur abwarten, wann die Mittel bereit gestellt werden.

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