Blick in den Altarraum während des Erntedankgottesdienstes in Groß-Felda. FOTO: HSO
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Blick in den Altarraum während des Erntedankgottesdienstes in Groß-Felda. FOTO: HSO

"Das macht Mut zu mehr"

  • vonHerbert Schott
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Feldatal-Groß-Felda(hso). Ein Erntedankgottesdienst in Corona-Zeiten ist schon deutlich anders als sonst, aber die Verantwortlichen der drei Kirchengemeinden in Groß-Felda, Kestrich und Windhausen haben bei der Gestaltung ganze Arbeit geleistet. Ursprünglich war der Festgottesdienst in der im Umbau befindlichen Feldahalle geplant, musste aber kurzfristig wegen baulicher Probleme abgesagt werden.

Konfirmanden stellen sich vor

Man öffnete kurzerhand die Kirche und die Räume des benachbarten Gemeindezentrums, und so fanden alle Besucher ausreichend Platz mit dem gebotenen Abstand. Der Altarraum in der Groß-Feldaer Kirche war festlich mit den Gaben der Felder, Gärten und mit vielen Blumen geschmückt. Außer der Gemeinde waren die Kindergottesdienstkinder mit ihren Familien und die neuen Konfirmanden, die sich an diesem Tag der Gemeinde vorstellten, eingeladen. Am Eingang bekam jeder Teilnehmer ein verpacktes Brötchen, welches noch eine Rolle spielen sollte.

Los ging es mit einem Orgelvorspiel von Silke Schmidt. Pfarrerin Dorothea Witznick begrüßte die Gottesdienstbesucher und merkte an, dass die große Zahl doch überrasche. Es sei aber Zeichen dafür, dass die Menschen "ein dringendes Bedürfnis haben, Gottesdienst durchaus auch in einem größeren Rahmen zu feiern". Die Erntedankfeier wurde von der Pfarrerin und von Silke Schmidt und Regine Seibert abwechslungsreich gestaltet.

Im Mittelpunkt der Feier stand die Geschichte aus dem Markus-Evangelium, in der Brot und Fische eine wesentliche Rolle spielen. Jesus und seine Jünger trafen auf Tausende hungriger Menschen, die bereits seit drei Tagen nichts zu essen hatten. Sie schafften es, mit sieben vorhandenen Broten und ein paar Fischen diese große Menge satt zu bekommen und füllten noch sieben Körbe mit dem, was übrig blieb. Was könne man daraus lernen? "Brot stärkt die Lebenskraft und bei Jesus reicht es immer."

Nach dem Lied "Wir pflügen und wir streuen" las man den Psalm 104. Symbolisch feierte man das Abendmahl, wo jeder das Brötchen, welches zu Beginn ausgeteilt worden war, aß. Man hörte dazu noch das Lied "Hast du heute schon Danke gesagt?" Dann stellten sich die neuen Konfirmanden vor: Noemi Schlosser, Laura Euler, Mila Klar, Lyn Jost, Tabea Berben und Lea Schwarz. Mit einem Fürbitten-Generationengebet und dem Segen endete ein stimmungsvolles Erntedankfest, welches auch für künftige Gottesdienste in größerem Rahmen durchaus Mut machen sollte.

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