Fasching

Liebes-Guru und Zombies

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Dass die Fealler Fastnacht schon lange überregionale Bedeutung hat, davon konnten sich die Besucher gleich zu Beginn der "38. Fealler Hutnoacht" des KHC in Groß-Felda überzeugen.

Unter dem Motto "The Walking Hat", angelehnt an die US-Serie "The Walking Dead", spielten Zombies eine große Rolle.

Und so ging es gleich zur Sache. Vor der Feldahalle führte Reporter Jörg Matschke vor seinem Ü-Wagen mit dem Sitzungspräsidenten Daniel Müller ein Interview, welches auf eine Leinwand in die Feldhalle übertragen wurde. Plötzlich passierte es!

Beide wurden von gruseligen Gestalten, den Zombies, angegriffen und flüchteten mit Prinzenpaaren und Aktiven, verfolgt von den Zombies unter ohrenbetäubendem Lärm, auf die Bühne. Hier sorgte die Ranzengarde des KHC sofort für klare Verhältnisse. Es kehrte Ruhe ein, die Sitzung konnte beginnen. Die Prinzenpaare marschierten unter den Klängen des Duos "Die Zwoo" mit Gefolge auf die Bühne. Bernd Klaus stellte das Prinzenpaar Julian und Carina und das Kinderprinzenpaar Tim und Lynn vor.

Was folgte, das war ein über vierstündiges Programm mit Gardetänzen, Musik, Sketchen und Büttenreden. Den Start machten die "Fealler Funken"- die jüngste Garde des KHC. Sie wurden mit viel Applaus bedacht. Ein Hingucker war auch der Solo-Auftritt von Josi Krusch, dem Funkenmariechen.

Alltagsprobleme wie Arbeit und Sex

Mit Schwung und Akrobatik bestach sie und wurde überschwänglich gefeiert. Mit ihrem Sketch "De Konroad und sei Fraa" strapazierten dann Björn Manß und Johannes Hartmann die Lachmuskeln. In "Fealler Platt" lieferten sie sich ein Duell der humoristischen Art, in dem es in erster Linie um "Alltagsprobleme wie Sex und Arbeit" ging, aber auch um das Abnehmen.

Einen tollen Gardetanz brachten die Lollarer Karnevalisten als Geschenk mit. Danach war "Paartherapie" beim "Liebes-Guru" angesagt. Maurice Rühl hatte das Leben als Junglandwirt satt und sich in einem indischen Kloster zum Guru ausbilden lassen.

Gespräche und Übungen mit dem ersten Paar, verkörpert von Dorothee Konopka und Daniel Müller, sollten helfen, das gestörte Liebesleben der beiden in Ordnung zu bringen, was aber nicht so recht klappen wollte.

Auch beim Schwulenpärchen, gespielt von David Schneider und Lukas Wenzel, gelang das zunächst nicht. Erst gegenseitige Massagen, bei denen auch die Partner getauscht wurden, führten zum Erfolg. Beide Paare verließen jeweils mit einem anderen Partner die Bühne. Nach der Pause lieferten sich Dennis Graulich, Timo Wagner und Uwe Konopka als "philosophisches Quartett" einen scharfzüngigen Schlagabtausch mit Wort- und Satzspielen. Auch diese drei sorgten beim Publikum für beste Stimmung.

Dann gab es wieder etwas für das Auge. Die Jugendgarde zeigte einen mitreißenden Showtanz. Günter Seim wusste als "Fealler Beobachter" viel Lustiges, aber auch Kurioses aus dem Feldatal zu berichten. So erzählte er von einem Hund, der im Kestricher Katzenteich einem Angler an den Haken ging oder von einem Groß-Feldaer Bürger, der sich nach einem Zechgelage in der Dusche aufwärmen wollte, dabei einschlief und erst durch kaltes Wasser wieder zum Leben erweckt wurde.

Als brillante Rednerin erwies sich Ricky alias Katharina Lack. In freier Rede erzählte sie von einem Klobesuch bei Rossmann ohne Klopapier, über ihre Karriere und ein Fotoshooting für den Playboy in Amerika, über Versuche, Sprudelwasser selbst zu machen und über ihren Einstieg in die Musikszene als Flötensolistin.

Es folgte ein weiterer Showtanz der Garde, welcher durch den ständigen Wechsel der Kostüme dem Motto des Abends gerecht wurde. Hier und auch beim folgenden Auftritt des Männerballetts hielt es die Zuschauer nicht auf ihren Sitzen. Die Männer zeigten zunächst einen Tanz nach dem Lied "Ich lass dich heute nicht allein" mit frivolen Szenen und präsentierten beim zweiten Tanz eine wilde Monsterparty.

Das Programmende nahte, aber noch fehlte der legendäre Auftritt der Bänkelsänger. Dieser Gruppe um Peter und Günter Seim gelang es die Stimmung hochzuhalten und noch zu steigern. Bei den Liedern "Mir sei vo Feall" oder "Feall mei Feall" wurde kräftig mitgesungen.

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