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Werbung um eine angehende Ärztin: Bürgermeister Leopold Bach (r.) und Gewerbevereinsvorsitzender Michael Schneider überreichen Katharina Rühl einen Präsentkorb, links Landärztin Birgit Beyer.

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Landärztin wäre für Katharina Rühl durchaus denkbar

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Die angehende Medizinerin Katharina Rühl absolviert ein Praktikum in Praxis Birgit Beyer in Feldatal. Die Tätigkeit als Hausärztin auf dem Land könnte sie sich durchaus vorstellen.

Überraschenden Besuch vom Feldataler Bürgermeister Leopold Bach und dem Vorsitzenden des Gewerbevereins in Feldatal, Michael Schneider, bekam in dieser Woche Katharina Rühl. Die angehende Ärztin absolviert derzeit ein für ihre Ausbildung erforderliches Praktikum in der Landarztpraxis bei Birgit Beyer in Groß-Felda.

Die Landärztin beteiligt sich am Ausbildungsprogramm der Universität Marburg und bietet dabei Studenten des Studienganges Medizin den fürs Studium erforderlichen Einblick in eine Arztpraxis. Dass es für Katharina Rühl eine Landarztpraxis sein sollte, das war für die Studentin schon wichtig, sagte sie im Gespräch.

Sie kann sich durchaus vorstellen, später einmal auf diesem Gebiet zu arbeiten. Deshalb fiel die Wahl bei der Suche nach einem geeigneten Praktikumsplatz auf die Landarztpraxis von Birgit Beyer. Derzeit befinde sich rühl im 10. Semester an der Universität Marburg und wird Ende Oktober ihr zweites Staatsexamen ablegen.

Mundart ist noch eine Hürde

Danach folgt ein weiteres Jahr in den unterschiedlichen Bereichen einer Klinik, und für später ist sie sie nach eigenen Worten nicht abgeneigt, nach entsprechender Weiterbildung als Landärztin zu arbeiten.

Es sei aber noch ein langer Weg bis dahin, betont die junge Studentin. Ihr gefalle es in der Praxis Beyer sehr gut, und auch mit Ärztin Beyer, den Mitarbeiterinnen und vor allem mit den Patienten komme sie sehr gut zurecht, wenn es manchmal schwer fällt, die noch oft von den Patienten gesprochene Mundart zu verstehen.

Viel Lob bekam Katharina Rühl auch von der Ärztin selbst. Sie sei prognosesicher und auch therapiesicher. "Das sind Fähigkeiten, die man in einer Landarztpraxis unbedingt besitzen sollte", sagte Birgit Beyer über Katharina Rühl. Oft werde die "Allgemeinmedizin" in ihren Anforderungen unterschätzt, denn dabei müsse man wirklich schnell und sicher Entscheidungen treffen. Schon in der kurzen Zeit merkte die Studentin, dass es in einer Landpraxis "positiv anders" ist als in einer Klinik.

Einen Hintergedanken hatte der Besuch von Bach und Schneider von der Gemeinde aber durchaus. Schon seit Jahren sei die Arztversorgung auf dem Land aktuell und auch für die Zukunft im Feldatal ein Thema. Deshalb müsse man alle Möglichkeiten nutzen, um besonders junge angehende Ärzte von den Vorteilen einer Tätigkeit in ländlichen Regionen zu überzeugen und ihnen diese schmackhaft machen. Sie überreichten Katharina Rühl ein "Willkommenspaket" mit viel nützlichem Inhalt und natürlich mit vielen Informationen über die Gemeinde selbst und die Freizeitmöglichkeiten in der Region. Dazu gehört natürlich ein Gutschein für den Besuch des Solar-Freibades in Kestrich, den Katharina Rühl bei besserem Wetter nutzen möchte.

Für die letzten Tage ihres Praktikums in der Praxis bei Birgit Beyer wünschten beide ihr noch viel Spaß, weitere positive Erfahrungen und schließlich noch viel Erfolg beim abschließenden zweiten Staatsexamen im Herbst.

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