Kleine Bläser, große Tuba: Musiker suchen Nachwuchs

Feldatal-Groß-Felda (ts). Nun ist es wieder so weit. Der evangelische Posaunenchor startete in der vergangenen Woche einen weiteren Anlauf, um Nachwuchsbläserinnen und Nachwuchsbläser zu gewinnen.

Nur mit einer kontinuierlichen Nachwuchsausbildung kann man Überalterung in den Vereinen, so auch im evangelischen Posaunenchor, entgegenwirken und für die Zukunft gerüstet sein, betonte Chorleiter Dirk Weber beim Start des Projektes.

In der letzten Woche war er mit dem ehemaligen Chorleiter Herbert Schott bei den Kindern in der Groß-Feldaer Grundschule zu Gast. Klassenweise hatten die beiden die Gelegenheit den Schülern und auch den Lehrkräften und weiteren Betreuerinnen die verschiedenen Blechblasinstrumente vorzustellen – von der kleinen Trompete bis zur großen Tuba.

Es war wunderbar zu sehen, wie interessiert die Kinder waren und wie unbeschwert sie versuchten, den Instrumenten die ersten Töne zu entlocken. Manche stellten sich dabei als regelrechte Naturtalente heraus und erhielten aus der Gruppe dafür spontanen Applaus. Legt man diese Begeisterung zugrunde, so müsste dem Chor für die Zukunft nicht angst sein. Aber die Realität sieht oft anders aus, denn der Ausbildungsweg vom Anfänger bis zu den ersten Liedern ist ein langer. Chorleiter Weber stellte den Gruppen den neuen Kurs kurz vor, und jeder Teilnehmer erhielt einen Elternbrief mit den ersten Hinweisen mit nach Hause.

Mit der Ausbildung an einem Blechblasinstrument lernen die Kinder nicht nur die Technik. Auch der sozial-gesellige Aspekt findet Berücksichtigung. Miteinander musizieren, aufeinander hören, gemeinsam etwas erleben und zu unternehmen ist in der heutigen Zeit der Digitalisierung ein wichtiger Aspekt in der Entwicklung der Kinder.

Der Chor wirbt aber nicht nur um Kinder und Jugendliche, sondern auch um die Eltern, Freunde, und Bekannte. "Warum nicht gemeinsam mit ihrem Kind ein Instrument lernen", stellt Chorleiter Weber die Frage in den Raum? Auch weitere interessierte Mitmenschen, ob jung oder älter, sind bei der Werbeaktion angesprochen. Es wäre auch schön, wenn von den vielen "Ehemaligen", die im Laufe der über 55 Jahre des Posaunenchores ein Instrument gelernt hatten und aus irgendwelchen Gründen nicht mehr weitergespielt haben, sich wieder welche für einen Neueinstieg im Posaunenchor begeistern können. Übrigens ist der Posaunenchor mit seiner vielfältigen Musik in den nächsten Tagen im Feldatal bei unterschiedlichten Anlässen in der Öffentlichkeit zu hören. Sei es beim Osterfeuer am Ostersamstag in Windhausen, bei den Ostergottesdiensten in Groß-Felda sowie Kestrich und auch beim Familiennachmittag anlässlich des Groß-Feldaer Ostermarktes in der Feldahalle.

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