Kinder behaupteten sich mit Geschichte vom Jöckelchen

Feldatal-Stumpertenrod (eva). Im Rahmen des traditionellen Laternenumzuges zum St. Martinstag hatten Christine und Albrecht Stein die Kinder des Kindergartens "Kinderplanet" Stumpertenrod auf ihren Bauernhof eingeladen.

Davor hatten die Kinder unter Anleitung der Erzieherinnen zur Vorbereitung auf das St. Martinsfest im Kindergarten die Laternen aus Holzschnitten selber gebastelt, die sie in mehreren Arbeitsgängen angemalt, mit Papier bespannt und mit verschiedenen Motiven beklebt sowie mit Griffen und Teelichtern bestückt hatten.

Wollten dann in diesem Jahr die Erzieherinnen und Praktikantinnen beim St. Martinsfest die Geschichte um den für Nächstenliebe stehenden Bischof von Tours darstellen, hatten sie die Rechnung ohne die Kinder gemacht. Denn diese setzten sich durch und spielten ihren Eltern selbst die ihnen bekannte Geschichte vom Jöckelchen vor, in der es darum ging, dass ein kleiner Junge vollkommen missverstanden wurde, als er es St. Martin nachmachen wollte und sein halbes Mäntelchen opferte, um es einem vermeindlich Bedürftigen zu schenken. Im Anschluss an die Darstellung der Kinder setzte sich der Laternenzug durch Stumpertenrod in Bewegung, die Kinder sangen in verschiedenen Höfen die bekannten Laternenlieder, bevor sie im Bauerhof Stein einkehrten, wo Christine Stein für die kleinen Gäste leckeren Kakao und für die Erwachsenen das Spezial-Milchmixgetränk "Lumumba" vorbereitet hatte. Dazu passten vorzüglich die St. Martinsbrezeln, die vom Kindergarten traditionsgemäß für die Kindergartenkinder kostenlos und für alle anderen gegen einen kleinen Beitrag verteilt wurden.

Die Einladung bei den Steins war unter anderem ein kleines Dankeschön dafür, dass die Kindergartenkinder für den Bauernhof ein Stoffbanner mit wetterfesten Farben angefertigt hatten, das darauf hinweist, dass der Bauernhof Stein als Milch- und Zuchtviehbetrieb der "Hessischen Milch- und Käsestraße" angegliedert ist, deren Route durch Hessen entlang regionaler Milchbetriebe und Käsereien mit landschaftstypischen Milch- und Käsespezialitäten führt und deren Ziel es ist, den Charakter hessischer Regionen mit regionalen Lebensmitteln zu verknüpfen.

Allein in Rhön und Vogelsberg beteiligen sich 20 landwirtschaftliche Betriebe an der "Hessischen Milch- und Käsestraße" und ermöglichen damit Einblicke in die Erzeugung und Verar- beitung der Milch, öffnen, wie auch Christine und Albrecht Stein in Stumpertenrod, auf Anfrage ihre Hoftore und laden zu Führungen durch den Hof und zum Genießen regionaler Spezialitäten ein.

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