Bei Internet-Technik auf Ballhöhe mit München

Feldatal-Stumpertenrod (jol). Modernste Datenrechnik für Stumpertenrod – nicht weniger versprechen die Vertreter der Telekom für die neue Leitung von Köddingen nach Stumpertenrod.

Am Montag wurde die neue Breitband-Leitung bei Stumpertenrod vorgestellt, die in den vergangenen Wochen über 4200 Meter zwischen den beiden Feldataler Ortsteilen verlegt worden ist. Die Leitung verläuft von Ulrichstein über Helpershain nach Köddingen. Bürgermeister Dietmar Schlosser freute sich über einen Anschluss des Ortes im VDSL-Standard, der Übertragungsgeschwindigkeiten von 50 Megabit pro Sekunde zulässt. Das reicht für Internet-Fernsehen und schnelle Übertragung von großen Datenpaketen für Unternehmen. Schlosser erinnerte daran, das die Anbindung Stumpertenrods an das schnelle Netz durch den Einsatz der Firma AEM mit Armin Traum und Volker Schwenzfeier aus Köddingen möglich wurde. Die Kosten liegen im Bereich Feldatal bei rund 55 500 Euro, davon trägt die Gemeinde 22 400 Euro.

Verzögert hat sich der Bau der Datenleitung durch eine Auseinandersetzung, ob ein Ausgleich für das Verlegen der Leitung durch die Natur zu zahlen ist. Zudem hat eine längere Regenperiode die Arbeiten am Leitungsgraben verzögert. Doch inzwischen ist das Leerrohr verlegt und die Glasfaserleitung durchgeschossen worden. Schlosser lobte die gute Zusammenarbeit mit der Telekom, dem Kreis und der Nachbarkommune Ulrichstein.

Wichtig seien auch die Ortsvorsteher Heinrich Wagner und Helmut Merkel, die gerade bei den Anschlussarbeiten im Kontakt mit den Ortsbürgern sind. Den Graben haben die Mitarbeiter des Bauhofs traditionell mit dem Bagger ausgehoben. "Die Leute freuen sich, wenn sie nun ins schnelle Internet können."

Ulrichsteins Bürgermeister Edwin Schneider erinnerte daran, dass die Datenleitung von Ulrichstein nach Helpershain und dann weiter in die Feldataler Ortsteile verlegt wurde. Die Kosten auf Ulrichsteiner Seite betragen rund 45700 Euro, davon trägt die Stadt rund 17000 Euro. Er dankte besonders der Telekom für die gute Zusammenarbeit. Nun wird VDSL in Helpershain angestrebt, da gebe es bereits genügend Interessenten, wie Traum und Schwenzfeier bestätigten. Schneider kündigte an, dass der Anschluss von Rebgeshain geprüft wird, weil dorthin ein Leerrohr führt, das für die Leitung genutzt werden kann.

Gerald Blessing, Vertriebsleiter der Telekom aus Frankfurt, freute sich über ein "sehr gelungenes Breitbandprojekt", das da im Vogelsberg gelungen sei. Die Strategie der Telekom sei es, die Netzinfrastruktur so zu verbessern, dass möglichst viele Menschen schnellere Datenleitungen zur Verfügung haben. Das gelinge aber nicht auf einen Schlag, die Wirtschaftlichkeit einer Datenleitung spiele eine große Rolle. Die Telekom stelle in Ulrichstein und Feldatal eine "Top-Technologie" bereit. Mit der Firma AEM stehe einer der erfolgreichsten Vertriebspartner der Telekom in der Region bereit, dem nun eine hochwertige Internet-Anbindung zur Verfügung steht.

"Sie sind mit 50 Megabit auf Ballhöhe mit großen Städten wie München und Frankfurt": Winfried Moser, Mitarbeiter Infrastrukturvertrieb aus Frankfurt, verwies auf die Vorteile einer Glasfaserleitung. So sei Kabeltechnik deutlich stabiler als eine Funkanbindung und biete Reserven für die weitere technische Entwicklung. "Glasfaser ist das Medium der Zukunft", so Moser. VDSL mache moderne Internet-Anwendungen wie Entertain (Fernsehen per Computer) möglich. Angeschlossen wird man nur auf Antrag, spätestens im November soll die Leitung betriebsbereit sein.

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